Zitat des Tages: Werbung mal ganz ohne Verführung

Gerade wurde mir auf irgendeiner Newsseite eine Anzeige eingeblendet, die folgende Headline hatte:

“Karriere trotz Kevin”

Tja, was soll man zu solch unverpackter Adressierung der sogenannten Unterschicht noch positives sagen? Werber und “Kreative” verteidigen solche Stilblüten  ja gerne mit “Man muss den Leser da abholen, wo er steht”. Ob das so gelingt? Immerhin ist ja selbst bei der anvisierten Zielgruppe schon angekommen, dass Kevin eine Namenswahl ist, die auf bildungsfernen Lebenslauf hinweist. Das wäre ja so, als ob zum Beispiel Schlecker öffentlich erklären würde, dass ihre Kunden dumm sind. Oder ein Kosmetikhersteller, dass seine Kunden hässlich sind.

Die Conversion-Rate dieser Kampagne interessiert mich sehr. Abgesehen von der latent beleidigenden Ansprache stellt sich die mir Frage, ob Kevins Eltern überhaupt Karriere machen wollen. Wird den Kevinisten dieser Nation doch neben dem eher praktisch gestaltetem Lebenswandel auch unterstellt, dass die sich mit ALG2, Fliesentisch und Free-TV ganz gut arrangiert haben.

Ich verstehe das nicht. Komische Welt, in der wir leben. Oder manche Texter.

VW: Öffnungszeiten für Emails

Um die eigenen Mitarbeiter zu einer besseren Work-Life-Balance zu zwingen, hat VW seine Emailserver mit Öffnungszeiten versehen. Emails können nur noch während der Arbeitszeit empfangen werden plus jeweils eine halbe Stunde davor und danach. Außerhalb der Arbeitszeit bleibt der BlackBerry also still. Finde ich gut. Ehrlich. Vor allem, das funktioniert ja nur, wenns das Unternehmen als Ganzes macht, und das auch verkündet und dazu steht.

http://www.reuters.com/article/2011/12/23/uk-volkswagen-blackberry-idUSLNE7BM01D20111223

Durchbruch für Verbraucherschutz: Zukünftig neuer Warnhinweis auf jedem Apple iPhone

Den Stempel gibt es hier: Link. :-)

Aus dem Leben von Handysoftware-Programmierern

People will spend hours researching a $2 purchase, browsing reviews, emailing the developer, checking online forums. Then they will go to a coffee shop they’ve never been before and buy a $4 coffee. From the developer they expect unlimited support, unlimited free updates. From the coffee shop they expect nothing except mediocre coffee.

via You Guys Are Millionaires Right? | Shifty Jelly’s blog of mystery.

Finde ich ein Super Zitat. Hat der gute Mensch ziemlich recht. Ich fühle mich ertappt. Teilweise. Ich mach mir die Entscheidung bei diesen “Apps” nicht so schwer. Ich kaufe keine. Wenn ich mich 5 Minuten konzentrieren würde, dann könnte ich alle Handyprogramme aufzählen (oder Zusatzinhalte für Handysoftware), die ich für meine letzen zwei Mobiltelefone gekauft habe.

Ich mach eher bei Sachen rum, die zehn, zwanzig Euro kosten. Um dann irgendwann mal festzustellen: “Man, das sind zwei, drei Cocktails weniger im Club” Also wozu das Theater. Manchmal funktioniert dieser Vergleich für mich. :-)

Was der Autor des obigen Zitates beschreibt ist der Versuch des Kunden (grob zusammengefasst), aus einem Vetrauensgut ein Suchgut zu machen. Vertrauensgüter nennt man Güter, deren Wert man erst nach dem Kauf, oder oft nicht einmal dann feststellen kann. Beispiel medizinische Beratung. Geht ein Mann zum Arzt, der Arzt sagt, mach mal lieber so, nimmt dafür Geld, und ob der Arzt recht hat, kann man vielleicht nie wirklich sagen. Schönes Beispiel für ein Suchgut wäre Kleidung kaufen im Geschäft. Hingehen, ansehen, anfassen, anprobieren, Freunde fragen, im Internet gucken, dann doch im Geschäft kaufen. Autos fährt man vor dem Kauf auch oft Probe. Prinzip verstanden, gell?

Warum aber haben Kunden soviel Angst davor, 2$ in die vielleicht falsche App zu investieren? Aber nicht bei einem Kaffee, der das doppelte kostet?

Beim Apps, die nichts taugen, sind die zwei Dollar aus dem Beispiel komplett verschwendet. Ein schlechter Kaffee für 4 Dollar ist immerhin noch ein schlechter Kaffee, ich kann ihn runterwürgen und mich damit trösten, dass das Koffein seine Wirkung entfalten wird. Eine App, die nix taugt, kann ich nur noch löschen. 2 Dollar komplett nutzlos weg. Und nicht nur weg, sondern auch noch dem Programmierer und anteilig dem Händler zugeflossen. Vermutlich würde ich mich in so einer Situation sogar besser fühlen, wenn ich die 2 Dollar zerrissen und verbrannt hätte, dann würden sich wenigstens nicht die Falschen daran bereichern.

Was wäre nun eine mögliche Lösung des Problems? Mir fallen eigentlich nur zwei Varianten ein. Die erste, wird schon angewendet, aber speziell bei Handyprogrammen meiner Meinung nach viel zu selten, die Demoversion. Testversion, Liteversion, wie auch immer. Das Prinzip ist so alt wie kommerzielle Software selber. Vermutlich ist der Aufwand für einzelne Programmierer aber zu groß. Zweite Variante, die dem oben beschriebenen Beispiel mit dem Klamottenkauf gleichkommt: Erst installieren, dann testen, dann zahlen. Ist fast das gleiche wie Variante 1, aber mit vollem Funktionsumfang. Der Hersteller muss nur ein Programm schreiben. Das finanzielle Risiko wird vom Kunden auf den Hersteller übertragen. Wenn die App nach der Anprobe nicht passt, kauft der Kunde nicht. Aufwand ist aber dann der Schutz vor Softwarepiraterie. Auch suboptimal, weil Schutz vor Softwarepiraterie gerade im Mobilsektor noch schwerer sein dürfte als in der Desktopwelt. Als Laie würde ich daher kühn behaupten, dass eine Demoversion, die nach Zeitraum X den Dienst einstellt, einfacher zu erstellen ist, als eine Vollversion, die nicht raubkopiert werden kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Verständnis für beide Seiten. Warum soll ein Kunde die Katze im Sack kaufen? Beim Kaffee im unbekannten Restaurant kann ich ja noch realistisch vermuten, dass ich wenigstens Kaffee bekommen. Ich habe schon Handysoftware gehabt, die startete nicht einmal. Der Hersteller muss beim Kunden Vertrauen aufbauen, dass seine Software es wert ist. Auch, wenn es nur die halbe Tasse Kaffee ist. Und ja, das ist mit Aufwand verbunden. Weiß ich nur zu gut, ich arbeite im Marketing.

So, das wollte ich nur mal loswerden.

Fakten und Ischen

Facts and Chicks. Wir lieben das Internet.

 

Jessica Alba kann sich nicht an ihrem eigenen Ellenbogen lecken

Aber der Versuch sieht schon gut aus…

Von wegen Siri. Das ist GlaDOS!

Hab ich’s mir doch gleich gedacht.

Killer-Feature: Google+ Messenger aka. Huddle als SMS Ersatz.

SMS ist ja nicht totzukriegen. Weil es einfach die simpelste Möglichkeit ist, Menschen direkt und doch relativ diskret eine Nachricht zu schicken. Oft entwickelt sich daraus ja so etwas wie ein laaaaaaanggezogener Chat.

Der Nachteil an SMS ist, dass die Geld kosten und sonst nix können. In der Zeit von mobilen Datenflatrates haben meine Freundin und ich versucht, SMS durch etwas anderes zu ersetzen. Zuerst bot sich Sykpe an. Das lief aber nicht so dolle, weil der Skypeclient für Android recht instabil lief, und auf beiden Handys sich entgegen aller Einstellung doch in den Offlinemodus begab und dann erst alle Nachrichten lud, wenn man aktiv den Chat geöffnet hat. Außerdem saugte der übern Tag doch am Akku. Trotz Zwangstrennung.

Dann gab es noch eine andere Software, die war aber nicht gratis (nun gut, aber billig), die hieß irgendwie und ist sehr populär, weil für beide OS (Android und iOS) verfügbar. Die hatte aber den Nachteil, dass quasi jeder sehen konnte, das man online war. Name fällt mir jetzt nicht ein. Ist der populärste SMS-Ersatz überhaupt in allen App-Stores. Kostet 79cent, aber taugt ja wie gesagt nix.

Also, fassen wir zusammen: SMS zu teuer und zu altmodisch, Skype kann alles, aber läuft vor allem auf Android unzuverlässig.

Und jetzt haben wir vielleicht endlich die Lösung gefunden: Google+.

Dort gab es nämlich die Huddle-Funktion, welche seit Freitag “Messenger” heißt. Man kann mit einem oder mehreren Kontakten aus seinen Kreisen einen Huddel (Messenger) aufmachen, und drauflos texten. Funktioniert bei iOS ohne Probleme (leider nur Hochformat), bei Android konnte die App kein Hintergrund und failte damit bei der Pushbenachrichtgung, aber das hat meine Freundin gelöst. Und seit Freitag ist dieser Bug evtl. ja auch behoben. Seit Freitag kann man übrigens auch Fotos in Chatnachrichten einfügen.

Jetzt müssen nur noch alle meine Freunde sich bei Google+ anmelden. Aber bis auf eine Handvoll ist das ja sowieso schon der Fall. Problem wird da eher das Smartphone mit Datenflat sein. Aber das hat zukünftig ja auch jeder.

Windows 8: Back to the roots

Samuel L. Ipsum

Mein neuer Lieblings-Blindtextgenerator: http://slipsum.com

Hier 10 Absätze mit Überschrift H3:

 

Are you ready for the truth?

My money’s in that office, right? If she start giving me some bullshit about it ain’t there, and we got to go someplace else and get it, I’m gonna shoot you in the head then and there. Then I’m gonna shoot that bitch in the kneecaps, find out where my goddamn money is. She gonna tell me too. Hey, look at me when I’m talking to you, motherfucker. You listen: we go in there, and that nigga Winston or anybody else is in there, you the first motherfucker to get shot. You understand?

I’m serious as a heart attack

Now that there is the Tec-9, a crappy spray gun from South Miami. This gun is advertised as the most popular gun in American crime. Do you believe that shit? It actually says that in the little book that comes with it: the most popular gun in American crime. Like they’re actually proud of that shit.


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