Den Schein wahren – Stellenanzeigen trotz Einstellungsstopp

Die Überschrift enthält eine Vermutung. Aber folgender Sachverhalt ist Tatsache, da ich mich auf Insiderinformationen aus den betreffenden Unternehmen berufen kann:

Es gibt mindestens zwei börsennotierte Konzerne in Deutschland, die aufgrund schlechter Wirtschaftslage keine neuen Mitarbeiter einstellen. Das weiß ich sowohl aus erster als auch aus dritter “Hand”. Soweit ja nicht ungewöhnlich. Rezession ist ja kein Kindergeburtstag. Jedoch schalten diese Konzerne, warum auch immer, lustig weiter Stellenanzeigen. Und verschicken dann Absagen an die BewerberInnen.

Jetzt kann man vermuten, dass die den Schein wahren wollen (das mit dem Einstellungsstopps sind ja Insiderinfos, oder dass die Konzerne so groß sind, dass sich noch nicht bis in alle Abteilungen und Tochtergesellschaften herumgesprochen hat, das kein neues Personal mehr eingestellt werden soll. Ist ja schließlich auch irgendwie geheim.

Sollte ersteres zutreffen, dann fände ich das recht albern von den Konzernen. Es ist doch keine Schande, dass man “aktuell keine Stellen zu besetzen hat”. Erwartet ja auch niemand in der aktuellen Situation.

Hat jemand etwas ähnliches zu berichten?
Was haltet ihr davon?

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Ein Kommentar zu “Den Schein wahren – Stellenanzeigen trotz Einstellungsstopp”

  1. demScroob
    26. Mai 2009 um 10:28

    also ich kann mir ersteres ehrlich gesagt KAUM vorstellen. kaum heißt nicht, nicht. aber ich würde es für ausnahmeerscheinungen halten.

    aber was ich aus erster hand bei durchaus größeren unternehmen weiß ist, daß sogar in der heutigen zeit durchaus personalfluß herrscht. und gerade im mittleren und oberen personalbereich (und damit meine ich nicht nur das firmenmanagement) läuft es nicht so wie bei den fließbandarbeitern. gerade hier wollen und müssen unternehmen diese freien stellen wieder besetzen, um in zeiten wie diesen wettbewerbsfähig bleiben zu können.

    traurig, aber wahr: die aktuelle krise wird hauptsächlich auf dem rücken der arbeiter ausgetragen werden.

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