So wird das Apple Tablet
Nun ist ja jeder gespannt, ob das Apple Tablet wirklich existiert, und diesen Monat wirklich auf der außerplanmäßigen Pressekonferenz angekündigt wird. Und falls es existieren wird, was es überhaupt genau ist. Und wie es heißt.
Ich lasse mal die zweite Frage außer acht; der Name ist ziemlich egal, weil Apple seine Produktnamen (kennt noch jemand Powerbook und Powermac?) sowieso alle paar Jahre austauscht
Kommen wir mal zur ersten Frage. An der Stelle möchte ich anmerken, dass ich es als Marketer faszinierend finde, wie gut die Geheimhaltung bei Apple funktioniert. Sollte es denn wirklich das iTablet geben. Aber das ursprüngliche iPhone damals hat auch niemand gesehen, bevor es offiziell vorgestellt wurde. Von daher ist das Fehlen von gesicherten (Foto)Beweisen kein Indiz dafür, dass es kein Apple Tablet gibt.
Was wird es sein: Ich weiß es nicht. Ich schlussfolgere nur.
Es wird auf jeden Fall kein eBook Reader sein. Der Markt wäre für Apple (und für andere Firmen) viel zu klein. Wer liest heute noch? Und wer von denen, die noch lesen, würde sich mit einer DRM-Fessel wie Amazon Kindle zufrieden geben? Ich glaube nicht, dass Apple direkt vom Start weg die Literatur DRM-frei (also so wie physische Bücher) anbieten können wird. In Musikshops wie iTunes und Musicload hat es auch Jahre gedauert, bis man auf DRM verzichtet hat / verzichten konnte. Was mich zu dem bringt, was ich bereits gesagt habe: Der eReader Markt ist zu klein. Musik hört im Prinzip jeder, von daher war der iPod ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Telefonieren tut auch jeder, von daher war das iPhone ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Ein eReader von Apple? Den würden nicht einmal alle Hardcore-Apple-Jünger kaufen. Lohnt nicht.
Das iTablet wird kein “großes” iPhone sein. Das macht keinen Sinn. Das iPhone ist ein Smartphone mit stark eingeschränkter Funktionalität und 320×240 480×320 Bildschirm, den man mit einem Finger bedient. Bei einem Tablett welches A5 oder A4 groß ist, macht das keinen Sinn. Und wer will mit so einem Gerät schon telefonieren? Es wird mangels Tastatur auch kein vollwertiges Notebook sein. Und wenn es das schon nicht ist, dann denke ich, es geht in die Richtung “Netbook mit Touchbedienung”. Neues Betriebssystem auf Mac OS X Basis, 10 Finger Multitouch. Wenig Leistung, wenig Funktion (ganz so wie das iPhone am Anfang) – aber das, was es kann, ist dann geschmeidig zu bedienen. Vielleicht mit 3G Modem und wieder an Mobilfunkprovider gebunden. Hauptsächlich ein Internetsurfgerät. Und Musikdateien und Youtube Videos wird es auch abspielen können. Und die privaten Fotos vom Desktoprechner anschauen können. Evtl. als Fernbedienung für Apple TV dienen. Oder für den Mediaplayer am Desktoprechner. Eben ziemlich genau ein Mittelding zwischen iPhone und MacBook. Das Netbook von Apple. Konsequenterweise ohne Tastatur.
Mal sehen, ob ich richtig geraten habe. Oder ob es gar nix gibt.
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Tags: Apple | iTablet | Januar 2010 | Tablet


2. Januar 2010 um 13:17
[...] bessrblog » So wird das Apple Tablet http://www.bessr.de/2010/01/02/so-wird-das-apple-tablet – view page – cached Nun ist ja jeder gespannt, ob das Apple Tablet wirklich existiert, und diesen Monat wirklich auf der außerplanmässigen Pressekonferenz angekündigt wird. Und falls es existieren wird, was es überhaupt genau ist. Und wie es [...]
2. Januar 2010 um 13:18
“Wer liest heute noch?”
Sehr, aber sowas von, gewagte These!
2. Januar 2010 um 14:01
Nun ja, ich sagte nicht, dass keiner mehr liest. Aber der eReader Markt ist ziemlich unlukrativ. Sehen wir uns doch mal die Verkaufszahlen vom Amazon Kindle an
2. Januar 2010 um 14:08
Da fällt mir ein; vor kurzem hat Nvidia eigentlich genau so ein Gerät als Prototyp auf Basis des Tegra Chips gebaut und ist damit bei internationalen Telekommunikationsanbietern hausieren gegangen. http://www.engadget.com/2009/11/27/nvidia-tegra-tablet-prototype-hands-on/
2. Januar 2010 um 15:10
Im Oktober hat die New York Times einen Apple-Ex-Mitarbeiter zitiert, Steve Jobs habe schon einige Tablet-Versionen abgelehnt, weil sie nur dazu gut seien, auf dem Klo im Internet zu surfen.
Ich glaube, Apple hat mehr vor.
2. Januar 2010 um 16:27
Ja, wie ich ja schrob – das Ding wird sich (zumindest würde ich das so machen) nahtlos ins Apple Heimnetzwerk integrieren. Mit Airport, Apple TV, iTunes, iPhoto, .mac, Keynote, iBackup und vermutlich mit nem Dock als Wecker / Wetterstation / Börsenticker funktionieren.
Falls es überhaupt ein Apple Tablet gibt.
Etwas völlig Neues, das noch kein anderes Gerät kann, wird es nicht können. Das konnten Appleprodukte grundsätzlich nicht. Nur bestehendes (subjektiv) besser. Evolution, nicht Innovation.
3. Januar 2010 um 12:47
Du hast die Auflösung vom iPhone grade mal eben halbiert. Das Display hat 480×320px.
3. Januar 2010 um 12:56
Hab’s korrigiert.
Weitere Vermutungen:
- Integrierte Kamera für Skype und IM.
- dementsprechend kleiner Lautsprecher und Mikrofon(e)
- Solarzelle auf der Rückseite
6. Januar 2010 um 15:17
Aber so richtig hellseherische Fähigkeiten braucht man zu einer solchen Vermutung ja nicht, schließlich sind die aufgeführten Eigenschaften eines möglichen iSlate-Tablet-Dingenskirchens von der Apflefirma ja nur logisch..
6. Januar 2010 um 16:51
Hm, wir könnten und ja auch irren. Klar sind meine (und andere) Schlussfolgerungen recht logisch. Andererseits hat Apple des öfteren Geräte rausgebracht, die …äh… überraschend waren. Quicktake 150. Apple TV vs. Mac Mini. Mac Book PRO mit einem Display, das nur 6bit Farbtiefe kann. Etc. PP.
28. Januar 2010 um 00:35
[...] es nicht. Als vernünftiger und objektiver Applekritiker hatte ich nicht viele Erwartungen an das neue Gerät. Aber selbst diese wurden noch unterboten. Fangen wir einfach mal an, was so [...]