Archiv für den Monat: März 2010

Zitat des Tages

Mitternacht ist 5 Minuten rum. Daher kann ich jetzt schon das Zitat des Tages bloggen:

If you have something that you dont want anyone to know, maybe you shouldnt be doing it in the first place.
Eric Schmidt, CEO von Google

Denkt mal drüber nach. Der Satz hat das Potential für eine abendfüllende Diskussion – entsprechend viel Rotwein voraussgesetzt.

VW Touareg für Arme

Oder vielleicht doch ein ursprünglicher Prototyp aus Wolfsburg?

Kleine Anekdote am Rande: Ich würde mich ja gerne allgemein über SUV-Fahrer mokieren, aber seit 4 Jahren fährt auch mein Vater Touareg. Er freut sich wie ein kleiner Junge  - es sei ihm gegönnt. Irgendwann muss man sein jahrzehntelang angespartes Geld auch ausgeben.

Wenn ich Mitte 50 bin kaufe ich mir auch einen GL – aber mit Automatik. :-D

Zitat des Tages

In diesem Zusammenhang ein interessanter Hinweis: Bei der Maximaldrehzahl von 9.000/min sind immerhin 150 PS vonnöten, um die innere Reibung des Motors zu überwinden.
http://www.sportauto-online.de/motorsport/ferrari-599xx-tracktest-exklusive-fahrt-in-der-rennversion-1765735.html

Plastischer kann man die Ineffizienz von Verbrennungsmotoren kaum in Worte fassen. Die gute Nachricht: Abzüglich der 150PS für interne Zwecke bleiben diesem Rennstrecken-Ferrari noch 580 PS für den Vortrieb. ;-)

Man kann Anzüge in der Waschmaschine waschen

Und zwar so, dass man sie danach nicht wegschmeißen muss. ;-)

Das Problem: Gute Anzüge bestehen aus empfindlichen Naturfasern, und sind auch noch relativ teuer. Diese Naturfasern – außen meistens Schurwolle, innen Seide, Viskose o.ä. – sollen nicht mit Wasser und normalem Waschmittel gewaschen werden. Deswegen gibt Mann seine Anzüge in die Chemische Reinigung, wo die in einer Art Waschmaschine mit Chemikalien bedampft werden und danach mit einem Lösungsmittel abgespült werden.

Das hat drei Nachteile:

  1. Wirklich gesund wird das nicht sein – weder für den Mensch noch für die Anzüge
  2. Wer wie ich beruflich nur Anzug trägt, der muss quasi wöchentlich zur Reinigung fahren – das kostet im Monat schon richtig Geld
  3. Das schlimmste: Die Anzüge sind zwei Tage weg, und müssen gebracht und geholt werden. Wer netto 40 Stunden arbeitet, hat da kaum Zeit für – zumal die  meisten Reinigungen Samstags gar nichts reinigen.

Also habe ich viel recherchiert, und gestern einen Selbstversuch gewagt. Ob des Anschaffungspreises meines Anzuges war ich natürlich nervös, und ich gebe hier niemandem die Garantie, dass es bei ihm so klappt. Nachahmung auf eigene Gefahr – aber bei mir ist rein gar nichts passiert.

Also, folgendes ist zu beachten:

  1. Kein Buntwaschmittel, sondern Wollwaschmittel. Wolle (und andere Naturfasern) bestehen zum Teil aus Eiweißen, die von herkömmlichen Waschmitteln zersetzt werden. Der Anzug wird flauschig, verknittert und verzieht sich. Und wird irgendwann (wenn man den wöchtenlich selber wäscht) zerstört sein. Ich benutze Perwoll, das hat geklappt.
  2. Keinen Weichspüler. Nicht gut für die Fasern, und außerdem ist ein Anzug ein Anzug, kein Kuschelpulli.
  3. Waschen: Unsere Waschmaschine hat einen super-empfindlich-Schonwaschprogramm. Das bedeutet, ganz geringe Schleuderzahl (nur 600 Umdrehungen) und in Relation zur Waschmenge sehr viel Wasser. Der Anzug schwappt quasi in der Maschine.
    Den Anzug (maximal drei Teile) alleine waschen. Schützt sowohl vor Verfärbung, als auch vor “Materialabtrag” durch andere Wäschestücke.
    Maximal 30°C (klingt heiß, ist aber nur lauwarm. Probierts mal aus), mindestens 15°C (das Waschmittel muss sich ja auflösen und wirken). Ich nahm 30°, weil weniger kann unsere Maschine nicht. Naja – gar keine Temperatur, aber momentan hat unser Leitungswasser deutlich unter 10°C, das geht nicht.
  4. Trocknen: Nein. Wirklich: Nein. Trocknen ist der Hauptgrund, warum ein Anzug einläuft – und die Knitterfalten werden dadurch erst richtig “eingebügelt”. Schleudern muss schon, sonst ist der Anzug triefnass, und das ist nicht gut für die Schulterpolster. Schaumstoff vergammelt, wenn er nass ist. Danach einfach in einem warmen Raum zum trocknen aufhängen.
  5. Bügeln: Das war noch nie ein Problem, habe ich immer selber gemacht gehabt. Wir haben eine Dampfbügelstation; Stufe [··] und zügig gebügelt. Macht dann auch gleich die letzte Feuchtigkeit raus.

Ich mache ja momentan auch bei einem TRND Projekt mit, wo ich den Hygienespüler von Persil testen darf. Den habe ich auch benutzt, und wie es auf der Flasche steht, ist der für alle Textilien geeignet.

Nochmal der Hinweis: Ich kann nur bestätigen, dass das bei mir funktioniert. Ich habe sogar die Ärmel- und Beinlänge vorher und nachher gemessen, und die Differenz lag bei unter 5mm – also meiner Meßtoleranz. Wenn jemand das genauso nachmacht, und ihm wider Erwarten sein teurer Anzug auf Babygröße schrumpft und zudem die Farbe verliert – macht mich nicht dafür verantwortlich. Bei mir klappt das. Nie wieder Chemische Reinigung.

Update: Wer wie ich nach der Wäsche seinen Anzug gerne wieder ganz steif und akkurat haben möchte, der wird feststellen, das fast alle im Handel erhältlichen Wäschestärken und -steifen nicht für Schurwolle (“chemisch zu reinigende Textilien”) geeignet sind. Ich habe eine gefunden, nämlich von Reckitt Bensinger die “Hoffmanns Wäschesteife“. Die kommt in die Weichspülkammer und macht die Kleidung einerseits auch wirklich fester und meine Anzüge vertragen die problemlos. Darf man allerdings nicht mit Persil Hygienespüler mischen, dann gibt es lauter weiße Klümpchen nachher. Und man muss da viel nehmen – da bei dem Schonwaschprogramm ja sehr viel Wasser in die Maschine gepumpt wird. Damit ist dann alles perfekt: Außen ist der Anzug stabil und korrekt wie Pappkarton, innen seidig.

Zitat des Tages (Cebit)

Die Zeiten, in denen auf der Cebit neue Trends gezeigt wurden, sind längst vorbei.
Stefan Engel, Acer Deutschland Chef auf www.absatzwirtschaft.de

Kann ich so unterschreiben. Als sehr erfahrener Cebit Besucher muss ich nach meinen drei letzten Besuchen sagen: Diese Messe ist bedeutungslos und hat bald keine Existenzberechtigung mehr. Deshalb werde ich dieses Jahr nicht hinfahren – selbst wenn ich wieder eine Bitte-bitte-wir-brauchen-Besucher-Freikarte bekäme und dazu noch Anreise und Hotel. Völlig sinnlos. Mal sehen, wie das 2012 aussieht.

Was bisher geschah (mit Tiefkühlpizza)

Hatte am Sonntag so eine Magen-Darm-Geschichte. Mit Medikamenten geht’s, so dass ich normal arbeiten ging. Aber gestern die Tiefkühlpizza vom TRND Projekt habe ich wieder ausge… wie sagt man das fein? Also mich übergeben, und die Pizza kam wieder raus. Wobei das nicht nur an der Magen-Darm-Geschichte gelgen haben muss; die Pizza war wirklich nix dolles. Da bin ich von Dr. Oetker mehr gewohnt. Aber wir können im Rahmen des Projekts ja noch 8 testen. Wenn der einzige Laden in Pforzheim, welcher die führt, mal mehr als die zwei langweiligen Sorten anböte.

Gestern neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Super Job. An mehreren Standorten, momentan noch viel Fahrerrei. Aber sowohl wir als auch ein Standort werden im Sommer nach Stuttgart umsiedeln, und dann ist es umweltfreundlicher.