Archiv für den Monat: Februar 2011

Futureproof

Ich habe mir seit 8 Jahren (!!) keinen neuen PC gekauft. Einerseits lag das daran, dass damals zum Kaufzeitpunkt der PC eine richtige (teure) Arbeitsmaschine war, deren Performance ganze 3 Jahre später auch noch okay war. Als es dann wirklich mal Zeit war für einen neuen PC, fehlte mir aus diversen Gründen (Student, Arbeitslos, Vorleistung Arbeitsrechtstreit) das Geld. Geld ist jetzt nicht mehr so das Problem, und immer wenn ich mir in Gedanken einen PC zusammengestellt habe, dann wieder einene, der Top ist, damit die Performance auch mal wieder die nächsten Jahre reicht. Nur besteht momentan keine Notwendigkeit, weil ich ja ein performantes Firmennotebook habe. Ich habe mir also keinen neuen PC gekauft, und das ist doppelt gut. 1. habe ich 2200 Euro mehr auf dem Konto, zweitens hätte ich mich in diesen Wochen geärgert, ein Mainboard ohne Thunderbolt gekauft zu haben.

Wie gesagt, mein nächster PC muss ja zukunftssicher sein, das heißt für mich, die mordernsten und schnellsten Schnittstellen müssten an Board sein. USB 3.0 wäre für mich ein Muss gewesen.

Aber Intels/Apples Thunderbolt, ich glaube, das wird das nächste große Ding. Nachdem Sony und Apple das Firewire ja nicht wirklich durchsetzen konnten, hat Thunderbolt alles, was eine neue Universalschnittstelle braucht. Thunderbolt ist nämlich einerseits eine Highspeed-Schnittstelle (10 Gbps, also 2x USB 3.0), um externe Geräte anzuschließen. Gleichzeitg liefert es aber auch bis zu 10 Watt Strom, also 20 x soviel wie USB. Und es fungiert dazu als Displayport – damit als Monitorkabel. Für DVI, VGA und HDMI braucht man nur einen Adapter. Man kann bis zu 6 Geräte in Reihe schalten. Der Display kann irgendwo dazwischen sein. Oder am Ende, wenn er noch kein Thunderbolt ist. Und mit Adapter ist es abwärtskompatibel zu USB und Firewire.

Das einzige, woran das scheitern kann wären teure Kabel. Das hasse ich ja so an HDMI-Kabeln. Wenn die Kabel aber preislich mehr in Richtung USB-Kabel als HDMI gehen, ja dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass “Thunderbolt” sogar in Unterhaltungselektronik Einzug hält. Dann kaufe ich meinen nächsten Beamer auch nur mit Thunderbolt.