Archiv für den Monat: April 2012

Video Konvertierung: Cuda, Intel Quicksync und mit welcher Software?

Dieser Artikel ist bewusst sehr allgemein und oberflächlich gehalten. Wer aus irgendwelchen Gründen seine Videos in Tablet-PC- oder Mobiltelefonformat konvertieren möchte, hat dafür eine Million Möglichkeiten. Das ganze ist natürlich sehr leistungshungrig, und hat dementsprechend sehr sehr lange gedauert.

Nun kommt es wohl in der Welt so oft vor, dass Menschen irgendwelche Videos konvertieren möchten, dass Softwarehersteller die Möglichkeiten nutzen, die Hauptarbeit der Konvertierung durch die schnellere Grafikkarte durchführen zu lassen. Diese Möglichkeit gibt es seit wenigen Jahren, weil Nvidia unter dem Begriff CUDA es ermöglicht, Rechenoperationen im Grafikkartenprozessor (GPU) auszuführen. Das entlastet den Hauptprozessor (CPU), welcher dann schon mal was anderes machen kann. AMD hat später eine ähnliche Technik für seine Radeon Grafikkarten zur Verfügung gestellt. Als dritter kam dann Intel, die seinen neusten i5 und i7 Prozessoren (CPU) mit integrierter Grafik eine Technologie names Quicksync verpasst haben, die eigentlich nur noch dazu da ist, Videos zu decodieren und encodieren.

GPUs sind schneller als CPUs, weil sie die Aufgaben parallel abarbeiten, währen CPUs seriell eine Berechnung nach der anderen ausführen.  Mythbusters hat das in diesem Video perfekt veranschaulicht: http://www.youtube.com/watch?v=ZrJeYFxpUyQ

Wer über keine moderne Grafikkarte verfügt, oder nicht über einen entsprechenden Intel Prozessor, der muss bei der Videokonvertierung mit der seriellen Leistung seines Prozessors auskommen. Diese Konvertierung wäre dann “software-only”, weil sie von der Hardware unabhängig ist. Beschleunigung über GPU oder Quick Sync nennt man dann entsprechend hardwarebeschleunigt.

Mit meinem neuem Laptop bekam ich einen Core i7 Prozessor der 2. Generation (2,2 – 3,5 GHz) sowie eine Nvidia Grafikkarte. Letztere ist natürlich kein Performance Monster, aber für ein Notebook sehr ordentlich. Es handelt sich um die GT 525M.

Da stellt sich mir die Frage, um die es in diesem Artikel geht:

Welche Methode der Videokonvertierung ist die schnellste?

Ich habe also 3 Möglichkeiten, Videos zu konvertieren:

  1. Software only
  2. Hardwarebeschleunigt über Intel Quick Sync (auch Intel Media SDK genannt)
  3. Hardwarebeschleunigt über Nvidia CUDA Weiterlesen

Social Backup: Crashplan

Da gibt es etwas, das ist vielleicht keine News mehr, aber aus aktuellem Anlass habe ich mich mal wieder mit dem Thema Backup beschäftigt. Dabei bin ich auf Crashplan gestoßen.

Crashplan gibt es in unterschiedlichen Preisvarianten – von gratis bis 6 US$ im Monat. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die Gratisvariante nicht nur die eine 30-Tage Probierversion ist. Das steht auf der Website zweimal, ist danach beim Donwload und nach der Installation aber nicht mehr erwähnt.  Crashplan ist auch für private Nutzer nur die ersten 30 Tage gratis. Danach muss man sich für eine der Varianten zwischen 1,5 US$ und 6US$ monatlich entscheiden.

Was unterscheidet Crashplan von anderen Backuplösungen?

Nun, normale Backupsoftware speichert das Backup auf einem anderen Speicherplatz. Entweder auf eine externe Festplatte (so wie bei mir momentan noch der Fall) oder online – entsprechend breitbandige Internetleitung vorausgesetzt. Eigentlich sollte man aber sein Backup auf mehrere möglichst noch räumlich getrennte Speicherplätze machen. Das können viele andere Backupanwendungen sicherlich auch – aber die kosten Geld und erfordern hohe Fachkenntnis, weswegen sich das nur im Unternehmensbereich eingebürgert hat. Eine weitere große Hemmschwelle im Privatbereich ist neben der Fachkompetenz auch die notwendige Anschaffung und das Handling mehrer externer Speicherorte. Ich persönlich will nicht zwei oder mehr externe Festplatten anschließen, um mein Backup zu machen. Da mache ich vermutlich selten bis nie ein Backup, weil der Aufwand zu hoch ist. Ein Netzwerkspeicher mit Festplatten im Raid1-Verbund wäre da schon praktischer, aber auch teuer, und im Zweifelsfall geht der Controller kaputt, und die Platten lassen sich nirgends anders mounten. Zumindest nicht ohne Expertensoftware. Kennt man ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Crashplan setzt da an. Es ist so einfach zu bedienen, das kann sogar die Schwiegermutter, und jeder Crashplanbenutzer bekommt einen Account. Die simple und geniale Idee ist: Ich kann mir aussuchen, dass mein Backup nicht nur auf meine externe Festplatte, sondern auch bei meinen Freunden gespeichert wird. Und vice versa. Das geht einfach, da jeder einen Account hat, und die Crashplansoftware kümmert sich um den Rest. Ich kann also mit einem Mausklick mein Backup auf die externe Festplatte machen, auf die Festplatte vom Vater meiner Freundin im 70km entfernten Dörfle und auf den Linuxserver meines Freundes in Kassel. Das erste Backup dauert natürlich ziemlich lang, danach werden nur noch die Daten übertragen, die sich verändert haben. Wahlweise automatisch nach Zeitplan, ununterbrochen (nicht in der kostenlosen 30-Tage-Test-Version) oder ganz manuell. Crashplan gibt es für Windows, Mac, Linux und Solaris.

Vertrauen ist gut, Verschlüsselung ist besser

Damit sich die Schwiegermutter oder die Freunde nicht die Bikinifotos vom letzten Urlaub ansehen, sind die Backups komprimiert und verschlüsselt. In der Gratisversion mit 128 Bit, bei den Bezahlversionen mit 448 bit.

Alles in allem finde ich das eine sehr gute Idee, welche ich für das Backup meiner Dateien zukünftig nutzen werde. Das sind etwa 60GB, da finde ich den ein oder anderen in meinem privaten Umfeld, der dieser Datenmenge Asyl gewähren kann. Für ein komplettes Plattenimage wird wohl kaum einer Platz haben.  (An die Freunde und Bekannten unter meinen Lesern: Wer Interesse hat, bitte melden.)

A propos Platz: Die verschiedenen Versionen unterscheiden sich dadurch, dass man Onlinespeicherplatz bei Crashplan mit dazukauft. Oder – in der größten Stufe – bis zu zehn Nutzer anlegen kann. Familienbackup in der Cloud quasi. Unbegrenzter Onlinespeicher und 10 Nutzer kosten die bereits erwähnten 6 US$ im Monat, was ich preislich völlig okay finde. Die Varianten mit dem unbegrenzten Onlinespeicherplatz haben noch das Feature, dass auch gelöschte Dateien für immer behalten werden, so dass man auch zu älteren Versionen zurückkehren kann.

Crashplan gibt es auch für Business- und Enterprisekunden, da hat es dann eine Menge von Features, die für IT-Administratoren interessant sind. Das Backup auf andere Computer (peer-to-peer) gibt es aber nicht in der Businessversion, nur für Privatkunden und für Enterprisekunden innerhalb desselben Accounts.
Ein Versionsvergleich zwischen der größten Privatversion und Business / Enterprise findet der geneigte Leser hier: http://www.crashplan.com/business/compare.html

 

tl;dr

Crashplan speichert Backups nicht nur auf eine externe Festplatte, sondern via Lan/Internet auch als verschlüsselte Datei auf die Rechner deiner Freunde. Und umgekehrt. Für monatliche Gebühr auch online in der Cloud.

Belesen

Bin im Januar erst auf Google Reader umgestiegen, da die native App für Android Tabletts super ist. Davor habe ich meine Quellen manuell abgeklappert, und ganz früher habe ich ja noch Firefox benutzt, der konnte RSS Feeds als Bookmarks darstellen, was gut war.

Interessant ist Reader auch deshalb, weil er Statistiken ausspuckt. Google sammelt ja alles an Daten, egal wie irrelevant man das als User findet.

Statistiken zu den letzten 30 Tagen
Abonnements (gesamt): 23
Gelesene Artikel: 2’443
Angeklickte Artikel: 16
Markierte Artikel: 22
Gesendete Artikel: 0

Wenn man das mal auf’s Jahr hochrechnet lese ich 29.316 Artikel. Nur Weblogs. Newsmeldung auf diversen Seiten (finde ich über Google News) sind da ja gar nicht mit einbezogen. Das dürften auch nicht so viele sein, eher 5 pro Werktag = 25 pro Woche. Aber nicht im Urlaub etc. Also sagen wir mal grob 25 x 44 = 1’100 Nachrichtenmeldungen.

Onlinemarketing: Jede Idee ist es wert, getestet zu werden

Das Schöne am Internet ist ja, das man im Marketing schnell und relativ günstig Dinge ausprobieren kann. Also im Marketing.

Sind Prospekte und Kataloge erst einmal in Millionenauflage gedruckt, ist das Geld weg. Auf einer Landingpage kann ich ununterbrochen den Text ändern, die Bilder, das Layout… oder die ganze Kampagne per Mausklick stoppen.

Daher mein Credo: Alles mal ausprobieren. Außer Pintrest. ;-)

Ben von Plentyoffish ist zu dem selben Ergebnis gekommen, und das über ein ganz erstaunliches Beispiel:

Normale Anzeige: CTR 0,049

Normale Anzeige: CTR 0,049

im Vergleich dazu:

MS-Paint Anzeige: CTR 0,137

MS-Paint Anzeige: CTR 0,137

Die schäbige Anzeige hat 2,8 mal besser performt als die normal-seriöse Anzeige. Die ganze Geschichte gibt es hier: Throw Everything You Know About Ads Out The Window pics inside « Ads.pof.com Blog.