Kategorie-Archiv: Sonstiges

Journalisten von gestern ohne Medienkompetenz

Wir haben nicht nur mit der Chefredaktion gekämpft, sondern auch mit Technikern, mit der Vermarktung und mit den Redakteuren. Letzteren mussten wir erst einmal erklären, warum es viel toller ist, ein Online-statt ein Printredakteur zu sein. (Das ist immer noch der größte Traum eines Journalisten: irgendwann im Print zu arbeiten.) Die können das nämlich genau so wie SEOs, diese Redakteure: “Meine Arbeit ist getan, wenn ich meinen Artikel fertig geschrieben habe. Meine Aufgabe ist nur das Schreiben”. Fick Dich, Du Journalist! Nein. Du bist es, der es leben muss, den Leuten da draußen etwas erklären oder erzählen zu wollen. Da draußen vor den Monitoren, iPads und Smartphones sitzen Deine Leser. Du hast die Chance, der Rockstar des geschriebenen Wortes zu sein! Das ist Deine Bühne. Gib Ihnen etwas von Deiner Seele ab! Agiere mit Ihnen, rede mit Ihnen, sauge Ihr Feedback auf, werde besser und verstehe. Für wen schreibst Du? Was will der? Wie tickt der? Wie funktioniert der? Das ist viel geiler, als ein oller Printler zu sein, der gar nicht weiß was er da tut und im Laufe der Jahre immer egozentrischer wird, bis ihn keiner mehr versteht, weil er die Welt da draußen nämlich nicht mehr versteht.

Ganz toller Aufschrei zum Thema SEO. Bin ich – bis auf die Falschaussage, das Marketing nicht schwer sei – ganz beim Autor. Daher unbedingt hier lesen (und danach vielleicht ein Gespräch mit dem HR-Leiter führen):
SEO – jetzt geht es erst richtig los! – PR – Popularity Reference GmbH.

Inflationsrate Deutschland 2013

Hier die Monate Januar bis Dezember. Die angegebenen Werte beziehen sich auf den jeweils entsprechenden Monat im Jahr 2012, nicht auf den Vormonat. Der Durschnitt (arithmetisches Mittel; Mittelwert) und damit die Inflationsrate von Deutschland im Jahr 2013  beträgt 1,48% gegenüber 2012. Im Dezember 2013 war “alles”  1,40% teurer als im Dezember 2012.

Diagramm Inflationsrate 2013

Monatliche Inflationsrate in Deutschland 2013. Die Angaben beziehen sich auf den jeweiligen Monat im Jahr 2012. Klicken um Diagramm in voller Größe zu sehen.

Ich dürfte auf Apples Blacklist stehen

For example, criticizing Steve Jobs, Apple’s history and culture, or super-harshly criticizing their products will gain most journalists lifelong inclusion on the “blacklist.” Being overly speculative, writing with too much certainty about Apple rumors, or speculating about Apple’s motivations in a negative way will usually get reporters and editorialists on the list.

Wie Apple versucht, die Presse zu manipuieren: http://www.cultofmac.com/255618/how-apples-blacklist-manipulates-the-press/

Beste Android Panorama App gesucht [Update: Gefunden. Google Photosphere geht doch.]

Ich bin ja im Frühjahr endlich vom iPhone zu Android gewechselt. Viel zu spät, und habe es seit dem nie bereut. Im Gegenteil, ab und an fragt man sich ja, wie man es überhaupt zwei Jahre in Apples Zwangsjacken-System ausgehalten hat. Wobei ich das Gehäuse des Iphone 4(s) immer noch sehr schick finde. Nur halt viel zu klein.

Ich vermisse nur eine Sache bei Android: Eine wirklich gute Panorama-Fotosoftware. Oder auch App genannt. Googles Photosphere ist ziemlich gut, aber exklusiv für Nexusgeräte. Und man kann die Panoramas wohl nicht so einfach teilen, sondern nur hochladen, und hoffen, dass die Leute zufällig über die Panoramio Website oder Maps draufstoßen. Habe ich gehört. Weiß ich nicht, weil ich habe keinen Zugriff auf Photosphere.

Auf dem iPhone hatte ich ein Programm von Microsoft, das ist genial. Heißt Photosynth, hat die besten Panoramas gemacht (auch kugelförmig, nicht nur einen breiten Streifen), hatte hohe Qualität und war gratis. Mit hoher Qualität meine ich einerseits die Qualität des Stitchings als auch die Tatsache, dass die Panoramas in voller Kameraauflösung bereitgestellt wurden. Auf photosynth.com.

Schon ironisch, dass das einzige, was ich vom iPhone vermisse eine Microsoft Software ist.

Jedenfalls habe ich seitdem nichts vergleichbares gefunden. Das Sony-eigene Schwenkpanorama ist ein schlechter Witz. Sorry Sony, muss ich leider so sagen.

Meine Mindestanforderungen sind:

  1. Kugelförmige Panoramas, nicht nur breite Streifen
  2. Hohe Auflösung – bis hin zu unbegrenzt
  3. Sehr gute Stitchingqualität
  4. Möglichkeit, Pamnoramas zu teilen – Google+, Facebook und so weiter.
  5. Der “Player” muss die geteilten Panoramas natürlich auch entsprechend im Raum verzerren, und nicht nur einfach das verzerrte Bild flach darstellen. (Wie beim Schwenk”panorama” von Sony)
  6. Der “Player” im Browser für die geteilten Panoramas sollte eine Standardsoftware sein. HTML und Javascript oder Flash. Schlimmstenfalls silverlight. Kein Java, kein Plugin, kein gar nix.

Und wünschenswert ist:

  1. Gute Nutzung der Sensoren (Gyroskop, Beschleunigung, Komapss, GPS) um die Fotos halbautomatisch zu schießen – mit ausreichender Überlappung und richtiger Positionierung / Orientierung
  2. Gratis bis günstig,
  3. Keine Accountpflicht beim Hersteller der App. Google+ oder Facebook oder live.com Login wäre noch okay.

Welche Panorama Apps für Android nicht gut sind

Oder sogar richtig schlecht. Im Folgenden sind Panorama Apps für Android gelistet, welche ich alle persönlich getestet habe. Keine davon ist auch nur annähernd brauchbar, einige erfüllen nicht eine der sechs Mindestkriterien. Manche sind so schlecht, dass man sich für die Programmierer fast fremdschämen muss. Detaillierte Kommentare, warum diese Apps nichts taugen spare ich mir. Es geht um die Tatsache, dass ich die schon getestet und für nutzlos befunden habe:

  • Photaf
  • Panorama 360
  • HD Panorama
  • Panorama Camera 360
  • WonderShare Panorama
  • DMD Panorama / DerManDar Panorama
  • ProCapture / Pro Capture
  • 360

So, jetzt habe ich eine Liste mit allen getesteten Panorama-Apps für Android, die nichts taugen. Meine Bitte an jeden, der das hier liest, und zufällig eine App installiert hat (oder gerade programmiert hat) die alle oben genannten Anforderung erfüllt: Playstorelink in den Kommentaren hinterlassen. Vielen Dank im Voraus.

Update 11.2.2014: Photosphere APK von Android Kitkat (4.4) bei Chip.de

Unter dieser URL kann man die “originale” Kamera-App von Google aus der Android 4.4 Version als alleinstehende .apk Datei herunterladen: http://beste-apps.chip.de/android/app/android-4-4-kamera-android-app-apk,cxo.59836906/

Diese App enthält auch die Photosphere-Funktion, welche so gut funktioniert wie Microsoft Photosynth. Das ist von daher erstaunlich, weil meines Wissens nach Photosphere Technologie von Google exklusiv für die eigenen Nexus Smartphones vorgesehen ist.

Zum Betrachten der Panoramas außerhalb der App (mit korrekter räumlicher Verzerrung) kann man http://photosphereviewer.net/ nutzen. Oder natürlich Google+.

Update 29.06.2014: Original Google Kamera App jetzt im Playstore

Für alle Geräte mit Android 4.4 Kitkat gibt es unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.GoogleCamera jetzt die Originale Kameraapp zu laden. Vorteil gegenüber Chip.de ist, dass die direkt aus dem Playstore kommt und somit auch automatisch geupdated wird. Zudem ist die Version neurer und beinhaltet neben Photosphere auch eine Panoramafunktion in hoher Auflösung. Und ganz neu den Modus Fokuseffekt, der ziemlich gut die Tiefenunschärfe von Spiegelreflexkameras mit großer Blendenöffnung simuliert.

Test

Neue Version von meinem WordPress Template installiert. Ohne drüber nachzudenken einfach auf Update geklickt. Jetzt sind alle meine Anpassungen weg, und die neue Version hat einen Bug im Entry Meta. Hängt irgendwie mit der Übersetzung zusammen.

Mehr als vier Sony Xperia Smarttags mit Smart Connect App verwenden

Oder sogar fremde NFC-Chips. Das Problem mit den Original Sony Xperia Smarttags ist, dass die dazugeörige App nicht etwa die einzigartige Seriennummer der Tags ausliest, sondern die Chips alle gleichen Inhalt haben. Also kann man nur 4 Smarttags in der Smart Connect App verwenden: Rot, Schwarz, Blau und weiß. Auch wenn man mehrere hat, alle roten sind immer ein und derselbe rote Smarttag in der App.

Das kann man ändern, kostet nix, braucht man zwei Apps und 4 Minuten Zeit für. Herausgefunden hat das meine Freundin. Kann jeder Laie machen, aber den Prozess zu beschreiben ist aufwendig. Sie müsste viele Screenshots machen, das alles hier ausformulieren usw.

Daher frage ich lieber vorher: Wollt ihr wissen, wie man Sony Xperia Smarttags umprogrammiert?

Wenn ja, dann meldet euch in den Kommentaren.

Darf man im Jahr 2013 in Stuttgart sein Auto auf öffentlicher Straße waschen?

Auto Handwäsche und Umweltschutz – viele denken, das widerspricht sich. Dabei ist jeder wirkungsvolle Haushaltsreiniger, den man mit dem Putzwasser in den Abfluß kippt umweltschädlicher als ein gutes Autoshampoo. Schließlich ist Autolack empfindlich. Viele sehr gute Autowaschmittel sind sogar biologisch abbaubar.

Trotzdem glauben viele Menschen, dass man sein Auto nicht auf der Straße waschen darf, sondern nur noch in Waschanlagen, mit Ölabscheider und allem Pipapo. Das ist falsch und richtig. Aber mehr falsch. Richtig ist, dass jede Gemeinde selber bestimmen darf, ob das erlaubt ist. Steht hier beim Umweltbundesamt.

Wenn man sich jetzt im Internet schlau machen will, ob mein sein geliebtes Auto in Stuttgart per Handwäsche reinigen darf, findet man hunderte von Foreneinträgen und Frage-Antwort Seiten, die sich unterm Strich die Waage halten. Ja und nein kommen auf gleich viele Stimmen. Und man findet eine Mitteiliung aus dem Amtsblatt der Stadt Stuttgart, aber die ist von 2002:

Auto waschen erlaubt
Immer wieder rufen verunsicherte Autobesitzer beim Amt für Umweltschutz an, weil sie nicht wissen, ob sie ihr Auto am Straßenrand waschen dürfen. Grundsätzlich gilt, die Autowäsche am Straßenrand ist laut Straßenverkehrsordnung nicht verboten. Es gibt auch keine Polizeiverordnung, die die Autowäsche untersagt.
Allerdings gelten eine paar Einschränkungen. Autos dürfen nur auf einer befestigten Fläche gereinigt werden. Das Abwasser muss in Straßenkanäle abfließen können, damit es im Klärwerk gereinigt werden kann.
Autos dürfen natürlich nicht bei Minustemperaturen gewaschen werden. Wegen der folgenden Vereisung werden Straße oder Gehweg sonst zur Rutschbahn. Auch aus Gründen des Umweltschutzes gibt es gegen das Auto waschen keine Bedenken. Es dürfen nur keine wassergefährdenden Stoffe eingesetzt werden, die den Boden schädigen könnten.
Bei einer Autowäsche passiert im Grunde nichts anderes als bei einem starken Regen: Schmutz wird vom Auto abgewaschen und gelangt ins Klärwerk. Zusätzlich werden noch Reinigungsmittel verwendet. Solche sind in Haushalten ständig im Einsatz und müssen auch geklärt werden. Zudem fallen Abwassergebühren an, vorausgesetzt es wird Leitungswasser verwendet.
27. Mai 2002
© Landeshauptstadt Stuttgart, Stabsabteilung für Kommunikation Amtsblatt Online

Aber wir haben nun mittlerweile Juni 2013. Deshalb habe ich mich via Facebook an die Stadt Stuttgart gewendet. Das Facebookteam musste sich selber schlau machen, und heute schon kam die Antwort: Ja, man darf in Stuttgart sein Auto auf der Straße waschen.

Hier der Auszug aus der Originalantwort:

Wir haben bei den Kolleg/innen vom Amt für Umweltschutz nachgefragt und erfahren, dass die Regelung aus dem Jahr 2002 immer noch gilt: Autowaschen auf befestigten öffentlichen Straßen mit Abfluss in die Kanalisation ist zulässig.
In Gemeinden, in den Regenwasser direkt in den Vorfluter (Bach, Fluss) geleitet wird, ist dies meist verboten. In Stuttgart läuft das Wasser zuerst noch durch die Kläranlage, wo es gereinigt wird. Deshalb gibt es hier keine Einschränkung. […]

Wem Waschanlagenbürsten zu lackschädigend sind, der kann also jetzt sicher sein, dass er in Stuttgart sein heiligs Blechle selber per Hand waschen darf. Dafür empfehle ich übrigens aus eigener Erfahrung das extrem ergiebige und biologisch abbaubare Liquid Glass Waschkonzentrat.

Android integrierter SIP Client für Telekom VOIP konfigurieren

Wer von der Telekom Internettelefonie nutzt, kann das nicht nur auf Festnetzgeräten, sondern auch auf seinem Androidsmartphone nutzen. Entweder über die “Hometalk”-App, welche aber langsam und riesig groß ist, oder über jeden anderen SIP Client. SIP ist ein Standardprotokoll für Telefonie über Internet. Android hat ja ab Werk einen SIP Client. Das ist keine extra App, wie die “Hometalk” von der Telekom, sondern tief in den Einstellungen vergraben.

So kommt man dorthin: Einstellungen > Anrufeinstellungen > ganz nach untenscrollen zum Abschnitt “Einstellungen für Internetanrufe”

Dort kann man zwei Einstellungen vornehmen:

  1. Konten 
  2. Internetanrufe verwenden

Mit dem ersten Punkt legt man sein Telekom / T-Online SIP Internettelefonie Konto an, mit dem zweiten kann man bestimmen, ob ausgehende Anrufe über Festnetz / SIP oder über das Handy geschehen sollen. Ich wähle dort die Einstellung “immer nachfragen“, für die meisten Anwender ist wohl “SIP bei Netzwerkzugriff verwenden” sinnvoll. Das sorgt dafür, dass alle Anrufe vom Handy über Festnetz-Internettelefonie geführt werden, sobald die WLAN-Verbindung steht.
Ich möchte das nicht, weil ich am Handy mehr Flatrate habe als am Festnetz, zudem möchte ich meistens, dass meine Handynummer beim Angerufenen erscheint, und nicht die private Festnetznummer. Telekom Internettelefonie funktioniert nur über das WLAN , und nur am dazugehörigen DSL-Anschluss.

Welche SIP Einstellungen sind die richtigen?

In diversen Android- und Telekomforen existieren verschiedene Auflistungen, welche Einstellungen man vorzunehmen hat, und alle sind falsch. Da wird von Anschlußkennung und T-Onlinenummer gesprochen, von Loginpasswörtern und so weiter. Funktioniert nicht, ist nicht notwendig. Richtig sind nur die Einstellungen, die ich jetzt hier unten aufführe. Die habe ich zufällig durch stundenlanges rumprobieren herausgefunden, es ist quasi ein Mix aus dem, was in anderen Quellen steht.

Also, wenn man auf “Konten” klickt, hat man die Möglichkeit zu definieren, ob man “Eingehende Anrufe annehmen” möchte. Dann würden Anrufe auf der Festnetznummer auch am Androidhandy klingeln. Funktioniert super, hat bei uns aber dafür gesorgt, dass die Festnetztelefone nicht mehr klingeln. Und wenn ich dann “Eingehende Anrufe annehmen” deaktiviert habe, blieb das auch ein paar Minuten so, bzw. man musste erst via Festnetz einen Anruf starten. Keine Ahnung, habe noch nicht alles ausprobiert, großes Problem, liegt vielleicht am Router, an der Telekom, keine Ahnung. Update: Vermutlich, weil der VOIP Server nur einen Client zulässt, siehe Kommentare.

Oben rechts kann man “Konto hinzufügen

Da kommen folgende Einstellungen rein:

  • Nutzername: Die Festnetztelefonnummer mit 0, nicht mit +49 oder 0049. Einfach nur 071121234567
  • Kennwort: Das Emailkennwort, nicht das Kennwort für den Internetzugang
  • Server: tel.t-online.de
  • Als primäres Konto festlegen: ja, vor allem, wenn man nur ein SIP Konto einrichtet.
  • Dann unter optionalen Einstellungen
  • Benutzername für Athentifizierung: Die Emailadresse, zum Beispiel [email protected]
  • Anzeigename: <Wie Nutzername>
  • Ausgehende Proxy-Adr.: tel.t-online.de
  • Port-Nummer: 5060
  • Transportart: TCP (bei Problemen: UDP)
  • Keep-Alive senden: Automatisch oder immer, funktioniert bei mir beides. Daher Automatisch. Bei Problemen die Einstellung “immer” auswählen. Danke an die Kommentatoren.