Kategorie-Archiv: Technik

Wenn einer eine USA-Reise tut, dann braucht er mobiles Internet auf dem Smartphone

Dieser Eintrag hilft mir. Und hoffentlich auch jedem anderen Urlauber oder Geschäftsreisenden. Denn ich habe gerade den halben Abend recherchiert, welche Prepaid Sim ich mir für mein deutsches Smartphone holen soll, wenn ich mal wieder in den USA bin. Die Gründe dafür sind klar: Während Datenroaming und Telefonie im europäischem Ausland ja mittlerweile bezahlbar sind und die Frequenzen passen, sieht das mit der USA ganz anders aus. Da kostet Datenroaming gleich mal das siebenfache oder noch mehr. Es liegt also nahe, sich einfach eine Prepaid-Simkarte zu holen und für die Dauer des USA-Aufenthaltes ins eigene Smartphone zu stecken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Günstige USA Konditionen für Telefonie, SMS und Daten, und das ohne Vertragsbindung. Der einzige Nachteil: Man hat solange eine amerikanische Handynummer. Aber aufgrund der Zeitverschiebung telefoniert man ja eh wenig mit Deutschland. ;-)

Und schon wird es kompliziert

Das ist nämlich gar nicht so einfach. Wir deutschen Handynutzer müssen grundsätzlich 3 Frequenzen (Frequenzbereiche) beachten:

  1. GSM / Voice: Auch 2G genannt, oder ganz früher noch D-Netz, das ist für Telefonie und ganz langsame Datenverbindungen via GPRS und Edge.
  2. UMTS: Auch 3G genannt, “schnelles” Internet bis 21 Mbit (mit HSPA Technologie), mit der HSPA+ Technik sogar 42Mbit. In Deutschland bei gutem HSPA Empfang 7 – 10 Mbit realistisch machbar.
  3. LTE: Auch 4G genannt. Tatsächlich schnelles Internet, theoretisch bis 100 Mbit. Ich habe in der Stuttgarter Innenstadt mit T-Mobile schon 51Mbit Download und 11Mbit upload gemessen

Ich gehe davon aus, dass vor allem schnelles mobiles Internet für Smartphonenutzer interessant ist. Soziale Netzwerke, Skype, Email, Google Maps und Navigation etc. Telefonieren ist bei mir persönlich zweitrangig, aber auch das geringste Problem, denn:

Telefonieren geht so ziemlich bei jedem Anbieter, bei UMTS und LTE (3G und 4G) sieht es da schon anders aus.

Jetzt heißt es: Herausfinden, was das Smartphone kann. Dazu schaut man in die technischen Daten (Whitepaper, Bedienungsanleitung) von seinem speziellen Smartphone. Die Betonung liegt auf speziell, weil von jedem Smartphone meist zwei oder drei Varianten existieren, die sich nur anhand der Frequenzen unterscheiden. Ich habe das Xperia Z, und die interne Modellnummer ist C6603. Das bedeutet, die Frequenzen sind für den europäischen Markt gedacht. In meinem Handbuch steht zu Netzwerke:

UMTS HSPA+ 850 (Band V), 900 (Band VIII), 2100 (Band I) MHz
GSM GPRS/EDGE 850, 900, 1800, 1900 MHz
LTE (Bands 1, 3, 5, 7, 8, 20)

Aha, jetzt sind wir schon mal schlauer. Wie gesagt, Daten interessieren mich mehr als Sprache, weil jedes moderne Handy auf der ganzen Welt telefonieren kann, Triband und Quadband nannte man das vor zehn Jahren. Was sehe ich also? Im 3G UMTS HSPA Bereich kann ich Band 1, 5 und 8 nutzen. Sony ist so lieb und schreibt auch gleich die Frequenzen dazu. Denn die Bandnummern nutzen nicht alle Mobilfunkanbieter. Bei LTE stehen nur die Bandnummern, und das ist unpraktisch, denn bei allen Informationen zu amerikanischen Mobilfunkanbietern finde ich nur die Frequenzen angegeben.

Daher habe ich hier mithilfe von Wikipedia und diversen Supportforen der entsprechenden Mobilfunkanbieter folgende Tabelle erstellt:

USA Carrier Voice Frequencies 3G 3G Technik 4G Frequenzen 4G / LTE Band
AT&T 850 MHz, 1900 MHz 850 MHz, 1900 MHz GSM/HSPA+ 700 MHz, 1700/2100 MHz 17/4/13
MetroPCS 1700/2100 MHz, 1900 MHz 1700/2100 MHz, 1900 MHz CDMA/EVDO 1700/2100 MHz 4/2
Sprint 800 MHz, 1900 MHz 1900 MHz CDMA/EVDO 800 MHz, 1900 MHz, 2500 MHz 25
T-Mobile USA 1700/2100 MHz, 1900 MHz 1700/2100 MHz, 1900 MHz GSM/HSPA+ 1700/2100 MHz 4
Verizon 850 MHz, 1900 MHz 850 MHz, 1900 MHz CDMA/EVDO 700 MHz, 1700/2100 MHz (Planned) 13

Was sehe ich jetzt anhand meiner technischen Daten und der tollen Tabelle?
Mit LTE sieht es bei Smartphones für den europäischen Markt in den USA schlecht aus. Das iPhone 5 für Deutschland unterstützt nur die LTE Bänder 1, 3, und 5. Damit kann man wie mit dem europäischen Sony Xperia Z in den USA bei 4G / LTE nichts anfangen. Ich nehme mal an, das wird bei allen anderen für Europa gedachten Smartphones dasselbe sein. Aber wie gesagt, einfach in die technischen Daten gucken, und sollte dein europäisches Smartphone doch ein LTE Band aus der Tabelle hier oben unterstützen, Glück gehabt.

Bleibt noch 3G / UMTS mit HSPA zum Datenfunken. Hier ist die Spalte “3G Technik” wichtig. Ohne auf die Unterschiede zwischen CDMA und GSM einzugehen (verstehe ich selber nicht), sei soviel gesagt: Wenn du mit deinem Smartphone in Deutschland telefonieren kannst, ist es GSM. Und damit automatisch kein CDMA. Beides geht nicht. [Update: Das stimmt wohl auch nicht immer, sondern nur in 99% der Fälle. Es gibt wohl Android Smartphones, die beides können.]

Für Deutsche in den USA bleiben also nur noch AT & T und T-Mobile USA übrig. Ich – und damit meine ich das Sony Xperia Z – könnte beide Anbieter nutzen. Die Prepaid-Tarife bei T-Mobile USA sind zum Zeitpunkt, als dieser Text entstanden ist, deutlich interessanter. Es aber weitere diverse Dinge zu beachten:

  1. Im Internet berichten viele, dass Ihr Smartphone nicht mit T-Mobile USA 3G funktioniert. Da habe ich mit dem Xperia Z Glück, das unterstützt bei UMTS auch 2100 Mhz. Weiter verbreitet bei europäischen Smartphones ist wohl 850 Mhz, was nur bei AT&T funktioniert.
  2. Netzabdeckung. Man sollte vorher auf den Websites von AT&T und T-Mobile USA vorbeischauen, wie die Datenabdeckung und Abdeckung von Prepaid (jupp, das ist unterschiedlich) im Zielgebiet ist. Der tollste und günstigste T-Mobile Prepaid Plan nützt einem nix, wenn man kein Netz hat. AT&T ist größer und hat vermutlich oft bessere Abdeckung.
  3. Ganz wichtig: Das Handy darf keinen Netlock haben. Haben leider noch die meisten Geräte, die man hier in Deutschland bei einem Mobilfunkanbieter auf Raten kauft. Dann funktioniert das Gerät nur in diesem einen Netz. Selbst T-Mobile USA ist in einem T-Mobile DE gelocktem Handy nicht machbar.
  4. Die Prepaid Simkarte nicht in Deutschland kaufen, schon gar nicht bei einem teuren Anbieter für Reise-Simkarten. Am besten in einen Shop vor Ort gehen, die Sachlage erklären. Fragen, ob man vor dem Kauf erstmal kurz eine Simkarte testen kann, um sicherzugehen, dass das mit dem 3G auch wirklich klappt. Die Verkäufer helfen einem auch bestimmt bei der Prepaid Aktivierung und dabei, das Guthaben aufzuladen. Service und so. Laut Erfahrungsberichten im Internet dauert es wohl nur 20 bis 30 Minuten, dann läuft schon alles.
  5. AT&T will auch für Prepaid SIMs Adressdaten haben. Entweder die Adresse vom Hotel angeben, und wenn der Verkäufer darauf nicht klarkommt, halt in den nächsten Shop gehen un dort sein Glück versuchen.

Und jetzt kommt eine Tabelle, welche die LTE Bänder beziehungsweise LTE Frequenzbänder den Frequenzen zuordnet. Vielleicht hilft das ja jemanden bei einer anderen Fragestellung. Die letze Spalte ist mit Vorsicht zu genießen, das kann sich ständig ändern. Die ersten 4 sind aber international genormt.

LTE Band
bzw. Frequenzband
Gebräuchliche Bezeichnung Tatsächliche Downlink-frequenz in MHz Tatsächliche Uplink-frequenz in MHz Wird eingesetzt in
B1 2100 MHz 2110-2170 1920-1980 Europa
B2 1900 MHz 1930-1990 1850-1910 Nordamerika
B3 1800 MHz 1805-1880 1710-1785 Europa, Asien
B4 AWS 2110-2155 1710-1755 Amerika
B5 850 MHz 869-894 824-849 Asien
B7 2600 MHz 2620-2690 2500-2570 Europa, Asien
B8 900 MHz 925-960 880-915 Weltweit
B9 1700 MHz 1844,9-1879,9 1749,9-1784,9 Amerika
B10 Extended AWS 2110-2170 1710-1770 Amerika
B11 1,5 GHz lower 1475,9-1495,9 1427,9-1447,9 Asien
B12 700 MHz lower 729-746 699-716 Amerika
B13 700 MHz Upper 746-756 777-787 Amerika
B17 700 MHz lower 734-746 704-716 Amerika
B18 800 MHz lower 860-875 815-830 Asien
B19 800 MHz upper 875-890 830-845 Asien
B20 800 MHz Digitale Dividende 791-821 832-862 Europa

Das geht eigentlich noch viel weiter, aber bei 20 habe ich dann aufgehört, da die folgenden Frequenzbänder in der Praxis uninteressant sind.

Beste gratis Calculator und Mathe App für Android

Mit MyScript© Calculator (Playstore Link) von Vision Objects kann man einfach auf seinem Smartphone oder Tablett die Rechenaufgaben mit dem Finger schreiben. Das wird dann mittels Texterkennung umgewandelt und ausgerechnet. Sogar Gleichungen und Logarithmen werden gelöst. Am besten erkennt man das hier in dem Videotutorial.

Neues Social-Gedöns im Weblog

Das ist nur ein Testeintrag. Ich habe bisher in meinem Weblog Twitter Tools genutzt. Die mussten geupdatet werden, und das hat einiges geändert.
Einerseits braucht man jetzt noch das Social-Plugin von Mailchimp, andererseits funktioniert das eigentliche twitter Tools Plugoin nicht mehr. Das Veröffentlichen von Blogeinträgen als Tweets übernimmt das Social-Plugin, und das letzte Tweets Widget hat nur Tweets älter als einen Monat angezeigt.

Interessanterweise konnte ich bei drei weiteren getesteten Plugins feststellen, dass “neuste Tweets” bei keinem mehr funktionieren. Können sich nicht mit twitter verbinden usw. Twitter kapselt sich ja immer mehr ab. Man hat dort ja erkannt, dass es an der Zeit war, ein einträgliches Geschäftsmodell zu entwickeln. Im Zuge dessen hat man bei der API einen Rundumschlag getan, um die Nutzer wieder mehr auf twitter.com bzw. twitter-eigene Anwendungen zu holen. Ist auch kein großer Verlust. Ein “Neuste Tweets” widget bietet auch das Social Plugin nicht. Aber dafür kann das ne Menge mehr:

  • Beiträge automatisch oder auf Nachfrage bei twitter und Facebook veröffentlichen (mehrere Accounts)
  • Twitter und Facebookaccounts der WordPress-Autoren verknüpfen
  • Kommentatoren können unter ihrem Twitter oder Facebook-Account kommentieren (ähnlich wie Disqus) oder wie gehabt als Gast oder mit WordPress-Account.

Ziemlich cooles Ding.

Internet Explorer 10 in Windows 8 zeigt Flash nur auf zertifizierten Seiten an

Die Überschrift ist etwas reißerisch, aber kommt dem Thema schon sehr nahe. Internet Explorer 10 für Windows 8 GUI hat Flash grundsätzlich deaktiviert. Aber Flash wird unterstützt. Wie das?

Also, hier die Fakten:

  1. In Windows 8 wird der IE 10 mitgeliefert. Ebenso ist Flash bereits enthalten und wird unterstützt.
  2. Aber der IE 10 ist in 2 Varianten vorhanden: IE 10 Desktop und IE 10 Windows 8 UI (ehemals Metro).
  3. In der Windows 8 UI (ehemals Metro) wird Flash nur auf Seiten zugelassen, die von Microsoft überprüft und freigegeben wurden.
  4. Im IE 10 Desktop läuft Flash ohne Einschränkungen.
  5. Webentwickler können Ihren Seiten einen HTTP-Header oder Meta-Tag einbauen, welcher IE 10 dazu veranlässt, den Benutzer zu Fragen, ob die entsprechende Seite im IE 10 Desktop geöffnet werden soll. Link zur Developer Guideline weiter unten.
  6. Microsoft tut dies, weil die sich mit dem IE 10 ähnlich wie Google mit Chrome oder Apple mit Safari dazu bekannt haben, das Websites eigentlich komplett ohne Plugins laufen sollten. Mittlerweile ist das ja technisch möglich, und gerade im Smartphonebereich sehr erwünscht. Abgesehen davon spart man als Browserhersteller Lizenzgebühren.

Hier der Link zum richtigen Microsoft Entwicklerleitfaden: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ie/jj193557(v=vs.85).aspx Dort steht auch, wie man seine Website von Microsoft überprüfen lassen kann. (Spoiler: Man muss eine Email schreiben)

Die Kurzfassung:

IE 10 Flash HTTP header

X-UA-Compatible: requiresActiveX=true

IE 10 Flash META tag

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="requiresActiveX=true" />

Ist Flash damit tot?

Ich bin zwar kein Feind von Flash, aber auch kein Freund. Mittlerweile braucht man Flash wirklich nicht mehr. Vor 4 Jahren sah das vielleicht noch anders aus. Ich persönlich wünsche mir, dass von heute auf morgen alle Websites von Flash auf HTML5, pures CSS und Javascript umsteigen. Keine Plugins. Früher war mir das egal, da hatte ich noch kein Smartphone. Und ganz früher war Flash sogar notwendig, weil es die einfachste (einzige) Möglichkeit war, browser- und plattformübergreifend Videos in Websites einzubinden.

Apple hat Flash aus iOS verbannt, Adobe selber entwickelt Flash für Android nicht mehr weiter, und im IE 10 UI wird Flash vom Türsteher einer Gesichtskontrolle unterzogen. Hoffen wir, dass das nun der letzte Sargnagel zu Flash ist, und alle Websites von Flash (und Silverlight) zu HTML-5 Video wechseln. Aber Flash ist wie Freddy Krueger oder Jason: Einfach nicht tot zukriegen.

Apples Sieg gegen Samsung in den USA ist schlecht für alle – auch Applekunden

Thanks to Apple’s latest move, the swamp is now deeper, the fog thicker, the patent trolls more deadly. No fanboy anywhere, no matter how devoted, should be applauding.

via Apple’s Patent Win Is Bad For Us All | TechCrunch.

Hack the planet

Man lernt ja immer wieder etwas neues. Zum Beispiel bei Windows 7. Wenn man einen neuen Ordner erstellt (sinnvollerweise auf dem Desktop) und den dann “Hack the planet.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}” benennt, bekommt man eine Art Systemsteuerung in Form einer ToDo Liste. Kann man schlecht erklären, muss jeder selber probieren. Gar nicht schlecht.

Google Plus Hangouts live in die Welt streamen

Seit heute* kann jeder Google+ User seine Hangouts nicht nur mit den teilnehmenden Personen veranstalten, sondern auch unbegrenzt live öffentlich streamen. Das nennt sich dann Hangout on air. Das Video ist dann für jeden Menschen auf der Google+ Seite, auf der Youtubeseite des sendenden Nutzers und via HTML-Snippet auch überall sonst verfügbar.

* Bei mir fehlt aktuell noch das Häkchen, mit dem man Hang out on Air aktivieren kann.

Ein Video dazu gibt es hier:

Direkte Konkurrenz zu Diensten wie www.justin.tv oder www.qik.com ist das jetzt nicht, weil anscheinend nicht nur das Video des Users, sondern der komplette Hangout – mit den kleinen Videos der Teilnehmer unten – gesendet wird. Wenn das noch geändert wird (bzw. dem Sender als Wahlmöglichkeit zur Verfügung steht) und dann auch die Möglichkeit bestünde, vom Smartphone aus zu streamen, dann wäre das eine interessante Alternative zu oben genannten Anbietern.

Video Konvertierung: Cuda, Intel Quicksync und mit welcher Software?

Vorwort: Diesen Artikel muss man bis ganz zum Schluß lesen. Er wurde über Monate hinweg mehrfach aktualisiert und einige Schlußfolgerungen und Testergebnisse haben sich gravierend verändert.

Wer aus irgendwelchen Gründen seine Videos in Tablet-PC- oder Mobiltelefonformat konvertieren möchte, hat dafür eine Million Möglichkeiten. Das ganze ist natürlich sehr leistungshungrig, und hat bisher sehr sehr lange gedauert.

Nun kommt es wohl in der Welt so oft vor, dass Menschen irgendwelche Videos konvertieren möchten, dass Softwarehersteller die Möglichkeiten nutzen, die Hauptarbeit der Konvertierung durch die schnellere Grafikkarte durchführen zu lassen. Diese Möglichkeit gibt es seit wenigen Jahren, weil Nvidia unter dem Begriff CUDA es ermöglicht, Rechenoperationen im Grafikkartenprozessor (GPU) auszuführen. Das entlastet den Hauptprozessor (CPU), welcher dann schon mal was anderes machen kann. AMD hat später eine ähnliche Technik für seine Radeon Grafikkarten zur Verfügung gestellt. Als dritter kam dann Intel, die seinen neusten i5 und i7 Prozessoren (CPU) mit integrierter Grafik eine Technologie names Quicksync verpasst haben, die eigentlich nur noch dazu da ist, Videos zu decodieren und encodieren.

GPUs sind schneller als CPUs, weil sie die Aufgaben parallel abarbeiten, währen CPUs seriell eine Berechnung nach der anderen ausführen.  Mythbusters hat das in diesem Video perfekt veranschaulicht: http://www.youtube.com/watch?v=ZrJeYFxpUyQ

Wer über keine moderne Grafikkarte verfügt, oder nicht über einen entsprechenden Intel Prozessor, der muss bei der Videokonvertierung mit der seriellen Leistung seines Prozessors auskommen. Diese Konvertierung wäre dann “software-only”, weil sie von der Hardware unabhängig ist. Beschleunigung über GPU oder Quick Sync nennt man dann entsprechend hardwarebeschleunigt.

Mit meinem neuem Laptop bekam ich einen Core i7 Prozessor der 2. Generation (2,2 – 3,5 GHz) sowie eine Nvidia Grafikkarte. Letztere ist natürlich kein Performance Monster, aber für ein Notebook sehr ordentlich. Es handelt sich um die GT 525M.

Da stellt sich mir die Frage, um die es in diesem Artikel geht:

Welche Methode der Videokonvertierung ist die schnellste?

Ich habe also 3 Möglichkeiten, Videos zu konvertieren:

  1. Software only
  2. Hardwarebeschleunigt über Intel Quick Sync (auch Intel Media SDK genannt)
  3. Hardwarebeschleunigt über Nvidia CUDA Weiterlesen

Social Backup: Crashplan

Da gibt es etwas, das ist vielleicht keine News mehr, aber aus aktuellem Anlass habe ich mich mal wieder mit dem Thema Backup beschäftigt. Dabei bin ich auf Crashplan gestoßen.

Crashplan gibt es in unterschiedlichen Preisvarianten – von gratis bis 6 US$ im Monat. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die Gratisvariante nicht nur die eine 30-Tage Probierversion ist. Das steht auf der Website zweimal, ist danach beim Donwload und nach der Installation aber nicht mehr erwähnt.  Crashplan ist auch für private Nutzer nur die ersten 30 Tage gratis. Danach muss man sich für eine der Varianten zwischen 1,5 US$ und 6US$ monatlich entscheiden.

Was unterscheidet Crashplan von anderen Backuplösungen?

Nun, normale Backupsoftware speichert das Backup auf einem anderen Speicherplatz. Entweder auf eine externe Festplatte (so wie bei mir momentan noch der Fall) oder online – entsprechend breitbandige Internetleitung vorausgesetzt. Eigentlich sollte man aber sein Backup auf mehrere möglichst noch räumlich getrennte Speicherplätze machen. Das können viele andere Backupanwendungen sicherlich auch – aber die kosten Geld und erfordern hohe Fachkenntnis, weswegen sich das nur im Unternehmensbereich eingebürgert hat. Eine weitere große Hemmschwelle im Privatbereich ist neben der Fachkompetenz auch die notwendige Anschaffung und das Handling mehrer externer Speicherorte. Ich persönlich will nicht zwei oder mehr externe Festplatten anschließen, um mein Backup zu machen. Da mache ich vermutlich selten bis nie ein Backup, weil der Aufwand zu hoch ist. Ein Netzwerkspeicher mit Festplatten im Raid1-Verbund wäre da schon praktischer, aber auch teuer, und im Zweifelsfall geht der Controller kaputt, und die Platten lassen sich nirgends anders mounten. Zumindest nicht ohne Expertensoftware. Kennt man ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Crashplan setzt da an. Es ist so einfach zu bedienen, das kann sogar die Schwiegermutter, und jeder Crashplanbenutzer bekommt einen Account. Die simple und geniale Idee ist: Ich kann mir aussuchen, dass mein Backup nicht nur auf meine externe Festplatte, sondern auch bei meinen Freunden gespeichert wird. Und vice versa. Das geht einfach, da jeder einen Account hat, und die Crashplansoftware kümmert sich um den Rest. Ich kann also mit einem Mausklick mein Backup auf die externe Festplatte machen, auf die Festplatte vom Vater meiner Freundin im 70km entfernten Dörfle und auf den Linuxserver meines Freundes in Kassel. Das erste Backup dauert natürlich ziemlich lang, danach werden nur noch die Daten übertragen, die sich verändert haben. Wahlweise automatisch nach Zeitplan, ununterbrochen (nicht in der kostenlosen 30-Tage-Test-Version) oder ganz manuell. Crashplan gibt es für Windows, Mac, Linux und Solaris.

Vertrauen ist gut, Verschlüsselung ist besser

Damit sich die Schwiegermutter oder die Freunde nicht die Bikinifotos vom letzten Urlaub ansehen, sind die Backups komprimiert und verschlüsselt. In der Gratisversion mit 128 Bit, bei den Bezahlversionen mit 448 bit.

Alles in allem finde ich das eine sehr gute Idee, welche ich für das Backup meiner Dateien zukünftig nutzen werde. Das sind etwa 60GB, da finde ich den ein oder anderen in meinem privaten Umfeld, der dieser Datenmenge Asyl gewähren kann. Für ein komplettes Plattenimage wird wohl kaum einer Platz haben.  (An die Freunde und Bekannten unter meinen Lesern: Wer Interesse hat, bitte melden.)

A propos Platz: Die verschiedenen Versionen unterscheiden sich dadurch, dass man Onlinespeicherplatz bei Crashplan mit dazukauft. Oder – in der größten Stufe – bis zu zehn Nutzer anlegen kann. Familienbackup in der Cloud quasi. Unbegrenzter Onlinespeicher und 10 Nutzer kosten die bereits erwähnten 6 US$ im Monat, was ich preislich völlig okay finde. Die Varianten mit dem unbegrenzten Onlinespeicherplatz haben noch das Feature, dass auch gelöschte Dateien für immer behalten werden, so dass man auch zu älteren Versionen zurückkehren kann.

Crashplan gibt es auch für Business- und Enterprisekunden, da hat es dann eine Menge von Features, die für IT-Administratoren interessant sind. Das Backup auf andere Computer (peer-to-peer) gibt es aber nicht in der Businessversion, nur für Privatkunden und für Enterprisekunden innerhalb desselben Accounts.
Ein Versionsvergleich zwischen der größten Privatversion und Business / Enterprise findet der geneigte Leser hier: http://www.crashplan.com/business/compare.html

 

tl;dr

Crashplan speichert Backups nicht nur auf eine externe Festplatte, sondern via Lan/Internet auch als verschlüsselte Datei auf die Rechner deiner Freunde. Und umgekehrt. Für monatliche Gebühr auch online in der Cloud.