Archiv der Kategorie ‘Technik‘
Zwei Bildschirme, keine Tastatur
Bestimmt habt ihr alle noch diesen Eintrag im Kopf: http://www.bessr.de/2009/10/16/zukunftiges-userinterface-multitouch-fur-pc
Jetzt gibt es entsprechende Hardware zu kaufen: http://www.notebooksbilliger.de/acer+iconia+dual+screen+tablet
Das Acer Iconia Dual Screen Tablet ist nicht, wie der Name vermuten lässt, eine Summe aus zwei Tablets, sondern ein vollwertiges Notebook. Nur anstelle der Tastatur hat es einen Touchscreen. Was sich auch auf den Preis auswirkt. Aber ich denke, mit vernünftiger, vorwärtsbetrachtender Betriebssystementwicklung haben diese Konzepte Zukunft. Momentan gibt es kein Betriebssystem, dass Touchbedienung oder Multitouch sinnvoll einsetzt. Ist ja auch, wie in dem Video erklärt, ein Hardwareproblem gewesen.
Editoren
Was haben Dreamweaver, Notepad, Notepad++ und Wordpad gemeinsam? Alle vier stürzen ab, wenn ich eine 103MB große XML Datei öffnen will. Wobei Wordpad noch am weitesten kommt, allerdings dann spätere Seiten nicht nachlädt, und mit vor allem keine Zeilennummern bietet.
Office Word könnte, wenn nicht in Zeile 59053 ein Fehler wäre. Ach was, genau den will ich ja beheben.
Browser machen die Datei zwar auf, aber stellen sie nicht als XML Baumstruktur dar, wegen des Fehlers. Und ich kann im Browser ja auch nicht editieren.
Wegen so einem Geschiss verbrauche ich eine Dreiviertelstunde. Und ich bin noch nicht einmal ITler von Beruf, sondern Marketingleiter. *narf*
UPDATE: Ich revidiere obiges zum Teil. Beim zweiten Versuch hats Notepad++ geschafft. Und mit dem Befehl “Gehe zu… Zeile” ist der Fehler auch schnell behoben gewesen.
Private Schlüssel für Push Notification (Iphone development)
Mal wieder ein Google Hack: inurl:apns filetype:pem
inurl:apns filetype:pem – Google-Suche.
Hm, joar. Programmierer, die Software für iPhone schreiben können darüber offensichtlich lachen.
Schlechtestes Timing bei Mahalo
Okay, das ist jetzt wirklich lustig.
Google hat in den letzten Tagen den Suchalgorhitmus in den USA umgestellt. Vorerst. Die Änderungen sorgen dafür, dass Content-Farmen und Scraper-Sites weiter hinten in den Sucherergebnissen auftauchen als bisher.
Der Hintergrund ist: Content-Farmen sind Sites, die zu allen und jedem Thema einen – meist sehr kurzen und sehr nutzlosen – Inhalt bieten. Im Prinzip wie die Onlineausgabe einer Axel-Springer Tageszeitung. Aber diese Seiten sind für Suchmaschinen optimiert. Wenn jemand also nach etwas googlet, dann erschienen solche Content-Framen immer ziemlich weit vorne in den Suchergebnissen. In den Suchergebnissen sahen die Seiten auch informativ aus, erst wenn der Surfer draufklickt, merkt er, dass die Seite eigentlich Schrott ist. Das ist den Betreibern egal, Hauptsache Traffic, denn die Seiten sind voll mit Werbeanzeigen. Und ein gewisser Prozentsatz der Millionen Besucher klickt da auch drauf. Oder der Werbetreibende muss sogar für das Einblenden der Anzeige zahlen. Mit diesem Geschäftsmodell verdienen Conten Farmen teilweise 7-stellige Beträge im Monat. Scrapersites sind im Prinzip gleich, nur dass die den Inhalt auch noch aus dem Internet automatisiert klauen.
Der Leidtragende ist der User, der dachte, das zu finden, was er sucht. In zweiter Linie ist dann Google leidtragend, weil mit abnehmender Qualität der Suchergebnisse auch die Suchenden wegbleiben. Was fatal ist.
So, Google hat also an seiner Suchtechnologie rumgebastelt, um den User qualitativ bessere Ergebnisse zu liefern. Das ist diese Tage in den USA gestartet, und funktioniert ziemlich gut, wie überall im Netz zu lesen ist.
Und jetzt zu Mahalo
Der Chef von Mahalo ist meiner Meinung nach ein richtiges Arschloch. Mahalo ist vor wenigen Jahren gestartet. Das Konzept war angeblich, allen Menschen eine bessere Informationsplatform zu bieten als Google. Ein Mittelding aus Wikipedia, WIKI, Zeitung, Suchmaschine, Webverzeichnis und Bewertungsportal. Soweit, so nobel. Damals ist also der Chef von Mahalo von Seokonferenz zu Onlinemarketingkonferenz gezogen und hat als Redner die Suchmaschinenoptimierer und Google für allem Spam und überhaupt alles Schlechte im Web und in der Welt und im Universum verantwortlich gemacht. Der wurde also dafür bezahlt, auf Veranstaltungen die Teilnehmer zu beleidigen.
Die Mahalo Website ist aber – mangels eigenem Inhalt/Personal/Kreativität – zu einer Kombination aus Scrapersite und Contentfarm geworden. Journalistisch wertloser eigener Inhalt und lauter Zitate von anderen Websites – diese zwar verlinkt, aber ohne den Google PageRank an die Originalsites zu vererben (“Nofollow” Tag). Mahalo war also eine Suchmaschinenspamseite aller erster Güte – schlimmer als der Mahalo Chef es je der SEO-Welt vorgeworfen hat. Durch AdSense Erlöse hat man mit Mahalo Millionen verdient. Monatlich.
Dadurch stand Mahalo in der Kritik. Heftig und international. Also hat man in den vergangenen Monaten im Sinne der Imageaufbesserung an einem Relaunch der Site gearbeitet, was wohl viel Geld und Zeit gekostet hat. Meine Vermutung: Derselbe Scheiß im neuen Design.
Der Relaunch ging online, als Google den neuen Algorhitmus auch online startete, und Mahalo hat gerechterweise massiv an Position in den Suchergebnislisten verloren. Das war lustiges Timing Nummer 1. Die internationale SEO-Gemeinde lacht. :-D
Aufgrund des massiven Ranking- und Trafficverlustes hat der Mahalo-Arsch 10% seiner Mitarbeiter entlassen. USA-mässig fristlos. Und welcher Artikel war an dem Tag auf Seite 1 bei Mahalo? “How to dress for a Job interview”. Lustiges Timing Nummer 2. :-D
Farbuhr
Eine Uhr, die die Uhrzeit in Hexwerte umkonvertiert und diese dann als Hintergrundfarbe einstellt. Das ist nerdiger, als es klingt. Ich möchte das als Bildschirmschoner.
Siehe unten :-)

Futureproof
Ich habe mir seit 8 Jahren (!!) keinen neuen PC gekauft. Einerseits lag das daran, dass damals zum Kaufzeitpunkt der PC eine richtige (teure) Arbeitsmaschine war, deren Performance ganze 3 Jahre später auch noch okay war. Als es dann wirklich mal Zeit war für einen neuen PC, fehlte mir aus diversen Gründen (Student, Arbeitslos, Vorleistung Arbeitsrechtstreit) das Geld. Geld ist jetzt nicht mehr so das Problem, und immer wenn ich mir in Gedanken einen PC zusammengestellt habe, dann wieder einene, der Top ist, damit die Performance auch mal wieder die nächsten Jahre reicht. Nur besteht momentan keine Notwendigkeit, weil ich ja ein performantes Firmennotebook habe. Ich habe mir also keinen neuen PC gekauft, und das ist doppelt gut. 1. habe ich 2200 Euro mehr auf dem Konto, zweitens hätte ich mich in diesen Wochen geärgert, ein Mainboard ohne Thunderbolt gekauft zu haben.
Wie gesagt, mein nächster PC muss ja zukunftssicher sein, das heißt für mich, die mordernsten und schnellsten Schnittstellen müssten an Board sein. USB 3.0 wäre für mich ein Muss gewesen.
Aber Intels/Apples Thunderbolt, ich glaube, das wird das nächste große Ding. Nachdem Sony und Apple das Firewire ja nicht wirklich durchsetzen konnten, hat Thunderbolt alles, was eine neue Universalschnittstelle braucht. Thunderbolt ist nämlich einerseits eine Highspeed-Schnittstelle (10 Gbps, also 2x USB 3.0), um externe Geräte anzuschließen. Gleichzeitg liefert es aber auch bis zu 10 Watt Strom, also 20 x soviel wie USB. Und es fungiert dazu als Displayport – damit als Monitorkabel. Für DVI, VGA und HDMI braucht man nur einen Adapter. Man kann bis zu 6 Geräte in Reihe schalten. Der Display kann irgendwo dazwischen sein. Oder am Ende, wenn er noch kein Thunderbolt ist. Und mit Adapter ist es abwärtskompatibel zu USB und Firewire.
Das einzige, woran das scheitern kann wären teure Kabel. Das hasse ich ja so an HDMI-Kabeln. Wenn die Kabel aber preislich mehr in Richtung USB-Kabel als HDMI gehen, ja dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass “Thunderbolt” sogar in Unterhaltungselektronik Einzug hält. Dann kaufe ich meinen nächsten Beamer auch nur mit Thunderbolt.
Kaum ist Steve Jobs krank, kaufen die Aktionäre Google Aktien
Interessant auch, wenn man sich die Kurse von Apple bei der Frankfurter Börse und bei Nasdaq vergleicht. Hier in Deutschland durfte man noch mit Aktien handeln, in Amerika war gerade Feiertag. Deswegen ist da der Kurs nach Bekanntgabe von Steve Jobs’ Ausscheiden erst mit einem Tag verzögert abgestürzt.
Und abgestürzt trifft es wirklich. In Frankfurt war Apple schlagartig 20 Milliarden weniger wert.
Krass ist das ganze auf und ab in Frankfurt; erst rauscht der Kurs in den Keller. Dann kaufen die, die sich denken können, dass er wieder steigen wird. Was auch passiert. Dann gibts kurz einen Ausschlag nach unten, weil vermutlich alle befürchten, dass die Preissteigerung zu schnell war. Daraufhin genausohoch ein Ausschlag nach oben, weil dann wiederum die kaufen, die ein Schnäppchen machen wollen. Und dann steigt’s normal weiter. In Amerika (siehe oben) war das nicht so. Da tut sich gerade nichts mehr.
Das Problem mit den Tablets
Ich kann mich für die Idee von Tablets wirklich begeistern. Nicht von Anfang an, als Microsoft das damals im Jahr 2001 erfunden hatte, aber seit sagen wir mal 2010.
Eigentlich nur für zwei Funktionen:
1. Im Web surfen
2. Fotos angucken / zeigen
2b. Videos angucken /zeigen.
Gerade Punkt 1 ist gefühlt 90% von dem, was ich privat an meinem Notebook tue. Das Notebook ist ein sehr gutes 17″ Markengerät, von meinem Arbeitgeber. Und zwar richtig gute Businessmarke, keine Asienmarke. Wobei es von dort auch durchaus Qualität gibt (Lenovo, Toshiba). Ich erwähne das Notebook deswegen so ausführlich, weil das Problem, das ich mit Tablets habe, sehr gut anhand meines sehr guten Notebooks verdeutlicht werden kann.
Man kann sagen, in 2010 hatte Apple mit dem iPad ein Quasimonopol im Tabletmarkt. Ich habe damals im Frühjahr schon vermutet, dass das iPad nicht so toll ist, und nachdem sich mein Chef das zu Weihnachten geschenkt hat, und ich im Dezember ausgiebig damit rumgespielt habe, sehe ich, dass ich recht hatte.
Einerseits versagt das iPad stark in den oben genannten Punkten: Websurfen ohne Flash und andere Plugins ist ziemlich öde, Fotos werden in der Auflösung runtergesampelt und können nur umständlich aufs Gerät übertragen werden, und Videocodes kann das Ding glaube ich keine 5. Der VLC Player hat geruckelt und ist außerdem eh wieder aus dem Appstore geflogen (vorgestern glaube ich).
Aber das schlimmere Problem ist der Preis. Das iPad kostet mit vernünftiger Ausstattung 800 Euro, und das ist bei weitem zu viel.
Und das ist das Problem mit den Tablets.
Dass das iPad so schlecht ist, das Problem wurde gelöst: Siehe hier
Das Preisproblem aber bleibt. Soweit ich das an den schon genannten Preisen ablesen kann.
Ein Tablet – sei es noch so gut zum surfen auf der Couch geeignet – ist nur ein Tablet. Kein vollwertiges Notebook, nicht einmal ein Netbook. Die Leistung ist eingeschränkt und der Nutzung angepasst, was im Hinblick auf Akkubetrieb auch gewünscht ist. Die Auflösung ist gering, die Komponenten allesamt eher unterdurchschnittlich. Durch die feste, niedrige Auflösung kann die Grafikkarte kleiner ausgelegt werden, die Bildschirme sind dementsprechend klein und billig, und wegen klein auch noch sparsam. Die Prozessoren müssen keine Proteine falten und wer zocken will, soll sich eine XBOX 360 kaufen. Ebenso kann auf Surroundsound und Grafikausgang verzichtet werden, denn abendfüllende Spielfilme auf einem Tablet guckt doch nur ein Bruchteil der User. Wir leben im Jahr 2011. Zwei Drittel aller 3D-Fernseher in den USA sind mindestens 55″ groß. Hardwaremäßig sollte man da also nicht in die Vollen gehen. USB, WLAN, Audio (Mikro/Headset), Bluetooth, Speicherkartenleser, eingebaute Webcam, und Strom. Das ganze etwa in A4 Größe und mit einer Auflösung von größer gleich 100 Pixel pro Zoll.
Ein Tablet ist ein Tablet, kein PC.
Ein Tablet ist nicht einmal halb soviel PC wie mein wirklich gutes Laptop. Dieses hat im Frühjahr etwa 500 Euro gekostet, davon 100 die Software. Mittlerweile gibt es für das gleiche Geld mehr Leistung, wie immer. Ein sehr gutes Tablet dürfte also nach gesundem Menschenverstand nicht mehr wie 250 Euro kosten. Wie gesagt, ein sehr gutes Tablet, nicht nur ein iPad. Addieren wir noch Schischi wie GPS, Kompass und andere Pfennigartikel wie Beschleunigungssensoren und so etwas, dann machen wir 300 draus. Und selbst da müsste ich schon “eine Nacht drüber schlafen”, ob ich mir ein Surfgerät für 300 Euro kaufen würde. 200 klänge besser, ist ja nur ein Zweitgerät zum PC. Mehr ist es nicht – mehr muss es nicht sein. Und entsprechend der vom Kunden empfundenen Leistung (= Nutzen) muss der Preis sein. Technisch muss das machbar sein. Mein Laptop besteht aus doppelt soviel und weit mehr als doppelt so leistungsfähiger Hardware. Kostet aber aktuell nur die Hälfte. Seltsam, oder nicht?



