iPhone 4 verliert Signal, wenn man es in der linken Hand hält

Das ist kein Scherz, und ich mache mich auch nicht darüber lustig, denn das ist tatsächlich – reproduzierbar- wahr:

Some iPhone 4 models dropping calls when held left-handed, including ours video — Engadget.

Das iPhone 4 verliert massiv an Signalstärke (bis zum Verbindungsabbruch),  wenn man es in der linken Hand hält. Das Problem ist, dass durch die Hautoberfläche ein Kontakt zwischen zwei Metallteilen des Gehäuses hergestellt wird, welche als unterschiedliche Antennen dienen. Das ist also ein Hardwareproblem, dass man nur durch Redesign des Gerätes lösen könnte. Oder dadurch, dass man dieses schöne Telefon in eine hässliche Hülle steckt.

Die 3 Phasen des PC-Besitztums

Nach 7 Jahren mit “demselben” bin ich jetzt fast komplett in Phase drei:

The 3 Phases of Owning a Computer – The Oatmeal.

10 Gründe, warum Apple das iPad so richtig verbockt hat

So, das soll also “das beste, was ich je [bei Apple] getan habe” (Steve Jobs) sein. Sogar noch besser als Breakout soll es sein, das neue Apple Tablett.

Ist es nicht. Als vernünftiger und objektiver Applekritiker hatte ich nicht viele Erwartungen an das neue Gerät. Aber selbst diese wurden noch unterboten. Fangen wir einfach mal an, was so richtig misslungen ist:

  1. Bildschirm. 1024 x 768. Mag bei Apple.com auch “widescreen” stehen, das ist ganz banales 4:3. So ziemlich alle Filme werden also schwarze Balken haben. Oder “Pan & Scan”.
  2. Der Rahmen um den Bildschirm. Hässlich. Unnötig. “Damit man nicht aus Versehen auf den Bildschirm kommt und Aktionen auslöst, wenn man es in der Hand hält” – zählt nicht als Argument. Das hätte man Softwaretechnisch eleganter lösen können. Haben andere Hersteller gezeigt.
  3. Das 3G Datenmodem (keine Telefonfunktionalität) ist zwar “unlocked”, aber kann nur microSIM Karten lesen. Außer AT & T benutzt die sowieso kein Provider. Wobei: Noch nicht.
  4. Geschlossenes System. Dank iPhone OS 3.2 wieder Zwangsbindung an iTunes und Apple. Keine freien Programme und beliebige Audio-/Videocodecs.
  5. Der Name: “iPad”. http://jezebel.com/5458338/that-time-of-the-month-the-internets-best-period+related-ipad-jokes (Ich räume ein, als Deutscher war mir das nicht bewusst.)

    Und jetzt komme ich erst zu den wirklich krassen Fehlern:

  6. Anschlüsse: Keine. Nur einen propertiären Dockanschluss und 3,5mm Kopfhöreranschluss. Für alles andere braucht man Adapter. Jawohl, um USB anzuschließen (Digitalkamera, Speichermedien) braucht man einen Adapter. Einen Adapter um USB zu haben. Einen Videoausgang (HDMI, Displayport) sucht man auch vergebens.
  7. Der Akku ist fest eingebaut. Was man ja bei einem nach-zwei-Jahren-wegwerf-iPhone noch wegdiskutieren kann, geht bei einem als Netbook gehandeltem Gerät nicht mehr. Das muss länger können, und damit wartungsfreundlicher sein.
  8. Kein Stylus mit Handschrifterkennung. Im Ernst, Apple: Ihr wart dort Vorreiter. Beim Newton 2000 hat das schon sensationell funktioniert. Wer will auf einem Tablet Computer (egal von welchem Hersteller) mit einer Bildschirmtastatur tippen? Das geht nur wenn es a) auf dem Tisch liegt, oder wenn man b) auf der Couch liegt und die Knie angezogen hat. Und HTC hat gezeigt, das es auch Plastikstifte gibt, die auf kapazitiven Bildschirmen funktionieren.
  9. Keine Kamera. Mikrofon ja, Minilautsprecher ja, Kopfhörer ja, aber keine Kamera? Wie sehr würde das rocken, auf so einem Ding Skype (oder iChat) Vidokonferenzen zu haben? Das wäre ziemlich Star Trek, oder? Wie um alles in der Welt kann man sowas nicht vom ersten Tag an ins Lastenheft schreiben?
  10. Kein Multitasking. Email und Facebook gleichzeitig? Geht nicht. Twitter und Skype gleichzeitig? Geht nicht. Browser offen haben und mal parallel ein PDF angucken? Geht nicht. Ein Programm, mehr geht nicht. Das ist – bei allem Respekt – idiotisch.

Der Preis – 500 bis 830 Dollar – ist wie immer zu hoch. Da empfehle ich doch das hier. Für 100 Euro würde ich es mir ehrlich gesagt noch überlegen. Als kleiner Webbrowser für die Couch / den Nachttisch. Aber das geht nun mal gar nicht. Nicht bei den gravierenden Designfehlern.

Und so coole Features, wie ich sie erwartet habe – z.B. eine Steuerung des Heimrechners oder zumindest von Apple TV, also irgendetwas, was naheliegend ist, fehlen völlig. Na ja, aber es hat ja einen Kompass. Wird ziemlich intelligent aussehen, mit dem iPad in der Horizontalen durch eine Fußgängerzone zu navigieren. ;-) – Achso, GPS-Empfänger nur in der teureren 3G Variante. Weil der Bestandteil des Modems ist, logischerweise.

Mögliche Überraschung im Fall Apple iTablet

Eventuell gibt das eine Enttäuschung für alle Apple Fans:
Apple Tablet 26. Januar 2010

Originalbild in sehr hoher Auflösung hier:
appletv25.jpg JPEG-Grafik, 1750×2479 Pixel

So wird das Apple Tablet

Nun ist ja jeder gespannt, ob das Apple Tablet wirklich existiert, und diesen Monat wirklich auf der außerplanmäßigen Pressekonferenz angekündigt wird. Und falls es existieren wird, was es überhaupt genau ist. Und wie es heißt.

Ich lasse mal die zweite Frage außer acht; der Name ist ziemlich egal, weil Apple seine Produktnamen (kennt noch jemand Powerbook und Powermac?) sowieso alle paar Jahre austauscht

Kommen wir mal zur ersten Frage. An der Stelle möchte ich anmerken, dass ich es als Marketer faszinierend finde, wie gut die Geheimhaltung bei Apple funktioniert. Sollte es denn wirklich das iTablet geben. Aber das ursprüngliche iPhone damals hat auch niemand gesehen, bevor es offiziell vorgestellt wurde. Von daher ist das Fehlen von gesicherten (Foto)Beweisen kein Indiz dafür, dass es kein Apple Tablet gibt.

Was wird es sein: Ich weiß es nicht. Ich schlussfolgere nur.
Es wird auf jeden Fall kein eBook Reader sein. Der Markt wäre für Apple (und für andere Firmen) viel zu klein. Wer liest heute noch? Und wer von denen, die noch lesen, würde sich mit einer DRM-Fessel wie Amazon Kindle zufrieden geben? Ich glaube nicht, dass Apple direkt vom Start weg die Literatur DRM-frei (also so wie physische Bücher) anbieten können wird. In Musikshops wie iTunes und Musicload hat es auch Jahre gedauert, bis man auf DRM verzichtet hat / verzichten konnte. Was mich zu dem bringt, was ich bereits gesagt habe: Der eReader Markt ist zu klein. Musik hört im Prinzip jeder, von daher war der iPod ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Telefonieren tut auch jeder, von daher war das iPhone ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Ein eReader von Apple? Den würden nicht einmal alle Hardcore-Apple-Jünger kaufen. Lohnt nicht.

Das iTablet wird kein “großes” iPhone sein. Das macht keinen Sinn. Das iPhone ist ein Smartphone mit stark eingeschränkter Funktionalität und 320×240 480×320 Bildschirm, den man mit einem Finger bedient. Bei einem Tablett welches A5 oder A4 groß ist, macht das keinen Sinn. Und wer will mit so einem Gerät schon telefonieren? Es wird mangels Tastatur auch kein vollwertiges Notebook sein. Und wenn es das schon nicht ist, dann denke ich, es geht in die Richtung “Netbook mit Touchbedienung”. Neues Betriebssystem auf Mac OS X Basis, 10 Finger Multitouch. Wenig Leistung, wenig Funktion (ganz so wie das iPhone am Anfang) – aber das, was es kann, ist dann geschmeidig zu bedienen. Vielleicht mit 3G Modem und wieder an Mobilfunkprovider gebunden. Hauptsächlich ein Internetsurfgerät. Und Musikdateien und Youtube Videos wird es auch abspielen können.  Und die privaten Fotos vom Desktoprechner anschauen können. Evtl. als Fernbedienung für Apple TV dienen. Oder für den Mediaplayer am Desktoprechner. Eben ziemlich genau ein Mittelding zwischen iPhone und MacBook. Das Netbook von Apple. Konsequenterweise ohne Tastatur.

Mal sehen, ob ich richtig geraten habe. Oder ob es gar nix gibt. ;-)

iPhone Fans leiden offensichtlich unter dem Stockholm-Syndrom

When we examine the iPhone users’ arguments defending the iPhone, it reminds us of the famous Stockholm Syndrome – a term that was invented by psychologists after a hostage drama in Stockholm. Here hostages reacted to the psychological pressure they were experiencing, by defending the people that had held them hostage for 6 days.

Mehr bei Strand Consult:
How will psychologists describe the iPhone syndrome in the future?

Apple hat Angst vor Windows 7

Just a week left before the official launch of Windows 7 on October 22nd, but it seems like Apple is not going to sit quietly and watch the launch party of Windows 7. If the report from the Business Week is to be believed, Apple is planing to blast off ads to counter the release of Windows 7 by showcasing its flaws and tempting people to choose Mac.

viaWindows 7 Vs Mac – Apple Has Plans To Spoil Windows 7 Party? | TechDusts.

Das Geflame auf den vergangenen Keynotes diverser Appleveranstaltungen hat ja bereits den Eindruck erweckt, und wenn das obige eintreten sollte, dann waren die Vermutungen richtig. Wobei ich mich frage, wieso man sich bei Apple Sorgen macht. Klar, der Marktanteil ist bei läppischen 9% (im Vergleich: Microsoft Windows circa 90%), und in dem Bereich wird er plusminus auch noch sehr lange bleiben – aber Apple gehts nicht schlecht, und die Marke hat vermutlich die besten Fans der Welt. Ich glaube nicht, dass Mac-User wieder zurückwandern zu Windows-7 PCs. Das wäre untypisch. Wovor Apple also Angst haben könnte, wäre ein langsameres Wachstum als bisher, weil es weniger Wechsler von PC zu Mac (OS) geben könnte.

Weitere lesenswerte Beiträge zu dem interessanten Thema:

“Apples scheinheilige Kritik an Windows 7″

http://www.gamestar.de/hardware/news/betriebssysteme/1956733/apple_kritik_an_windows_7.html

“Is Apple afraid of Windows 7?”
http://asia.cnet.com/blogs/infochat/post.htm?id=63013443

“Top 5 Windows 7 features Apple should copy”

http://www.tgdaily.com/content/view/39998/128/

Für mich als Marketingmensch ist das vor allem interessant, weil Apple mit solcher Kommunikation sein Image als “die Guten” gefährdet. Faktisch begibt man sich nun auf ein Niveau, das grundsätzlich schlecht ist. Vergleichende Werbung ist immer dritte Bundesliga, und nicht die Königsdisziplin. Sich in der Kommunikation drauf zu stützen, dass der Wettbewerber schlechter ist, das hat Burger-King Qualität, aber nichts bei der Pseudoluxus/Lifestyle-Marke Apple zu suchen.

It is a business rule that you never speak ill of your competitors. This is the lowest and poorest way of selling your product. Just concentrate on your product’s strength and let the buying public discover the weaknesses of your competitor. That’s professionalism and etiquette if you ask me.

iphone als Kokainwaage – eigentlich umgekehrt

Apple iPhone Kokainwaage

gefunden hier:

The iPhone Cocaine Scale.

“There is an app for that”

Okay, die iPhonewerbung finde ich gut. Denn die ist mal realistisch, und nicht so Hipster-Starbucks-Latte-Kuriertasche-Kübelböckbrille-twitter-ausm-Applestore.


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