Die 3 Phasen des PC-Besitztums
Nach 7 Jahren mit “demselben” bin ich jetzt fast komplett in Phase drei:
Nothing may endure but Mutability
Nach 7 Jahren mit “demselben” bin ich jetzt fast komplett in Phase drei:
So, das soll also “das beste, was ich je [bei Apple] getan habe” (Steve Jobs) sein. Sogar noch besser als Breakout soll es sein, das neue Apple Tablett.
Ist es nicht. Als vernünftiger und objektiver Applekritiker hatte ich nicht viele Erwartungen an das neue Gerät. Aber selbst diese wurden noch unterboten. Fangen wir einfach mal an, was so richtig misslungen ist:
Der Preis – 500 bis 830 Dollar – ist wie immer zu hoch. Da empfehle ich doch das hier. Für 100 Euro würde ich es mir ehrlich gesagt noch überlegen. Als kleiner Webbrowser für die Couch / den Nachttisch. Aber das geht nun mal gar nicht. Nicht bei den gravierenden Designfehlern.
Und so coole Features, wie ich sie erwartet habe – z.B. eine Steuerung des Heimrechners oder zumindest von Apple TV, also irgendetwas, was naheliegend ist, fehlen völlig. Na ja, aber es hat ja einen Kompass. Wird ziemlich intelligent aussehen, mit dem iPad in der Horizontalen durch eine Fußgängerzone zu navigieren.
– Achso, GPS-Empfänger nur in der teureren 3G Variante. Weil der Bestandteil des Modems ist, logischerweise.
Eventuell gibt das eine Enttäuschung für alle Apple Fans:

Originalbild in sehr hoher Auflösung hier:
appletv25.jpg JPEG-Grafik, 1750×2479 Pixel
Nun ist ja jeder gespannt, ob das Apple Tablet wirklich existiert, und diesen Monat wirklich auf der außerplanmäßigen Pressekonferenz angekündigt wird. Und falls es existieren wird, was es überhaupt genau ist. Und wie es heißt.
Ich lasse mal die zweite Frage außer acht; der Name ist ziemlich egal, weil Apple seine Produktnamen (kennt noch jemand Powerbook und Powermac?) sowieso alle paar Jahre austauscht
Kommen wir mal zur ersten Frage. An der Stelle möchte ich anmerken, dass ich es als Marketer faszinierend finde, wie gut die Geheimhaltung bei Apple funktioniert. Sollte es denn wirklich das iTablet geben. Aber das ursprüngliche iPhone damals hat auch niemand gesehen, bevor es offiziell vorgestellt wurde. Von daher ist das Fehlen von gesicherten (Foto)Beweisen kein Indiz dafür, dass es kein Apple Tablet gibt.
Was wird es sein: Ich weiß es nicht. Ich schlussfolgere nur.
Es wird auf jeden Fall kein eBook Reader sein. Der Markt wäre für Apple (und für andere Firmen) viel zu klein. Wer liest heute noch? Und wer von denen, die noch lesen, würde sich mit einer DRM-Fessel wie Amazon Kindle zufrieden geben? Ich glaube nicht, dass Apple direkt vom Start weg die Literatur DRM-frei (also so wie physische Bücher) anbieten können wird. In Musikshops wie iTunes und Musicload hat es auch Jahre gedauert, bis man auf DRM verzichtet hat / verzichten konnte. Was mich zu dem bringt, was ich bereits gesagt habe: Der eReader Markt ist zu klein. Musik hört im Prinzip jeder, von daher war der iPod ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Telefonieren tut auch jeder, von daher war das iPhone ein betriebswirtschaftlich logisches Produkt. Ein eReader von Apple? Den würden nicht einmal alle Hardcore-Apple-Jünger kaufen. Lohnt nicht.
Das iTablet wird kein “großes” iPhone sein. Das macht keinen Sinn. Das iPhone ist ein Smartphone mit stark eingeschränkter Funktionalität und 320×240 480×320 Bildschirm, den man mit einem Finger bedient. Bei einem Tablett welches A5 oder A4 groß ist, macht das keinen Sinn. Und wer will mit so einem Gerät schon telefonieren? Es wird mangels Tastatur auch kein vollwertiges Notebook sein. Und wenn es das schon nicht ist, dann denke ich, es geht in die Richtung “Netbook mit Touchbedienung”. Neues Betriebssystem auf Mac OS X Basis, 10 Finger Multitouch. Wenig Leistung, wenig Funktion (ganz so wie das iPhone am Anfang) – aber das, was es kann, ist dann geschmeidig zu bedienen. Vielleicht mit 3G Modem und wieder an Mobilfunkprovider gebunden. Hauptsächlich ein Internetsurfgerät. Und Musikdateien und Youtube Videos wird es auch abspielen können. Und die privaten Fotos vom Desktoprechner anschauen können. Evtl. als Fernbedienung für Apple TV dienen. Oder für den Mediaplayer am Desktoprechner. Eben ziemlich genau ein Mittelding zwischen iPhone und MacBook. Das Netbook von Apple. Konsequenterweise ohne Tastatur.
Mal sehen, ob ich richtig geraten habe. Oder ob es gar nix gibt.
When we examine the iPhone users’ arguments defending the iPhone, it reminds us of the famous Stockholm Syndrome – a term that was invented by psychologists after a hostage drama in Stockholm. Here hostages reacted to the psychological pressure they were experiencing, by defending the people that had held them hostage for 6 days.
Mehr bei Strand Consult:
How will psychologists describe the iPhone syndrome in the future?
Just a week left before the official launch of Windows 7 on October 22nd, but it seems like Apple is not going to sit quietly and watch the launch party of Windows 7. If the report from the Business Week is to be believed, Apple is planing to blast off ads to counter the release of Windows 7 by showcasing its flaws and tempting people to choose Mac.
viaWindows 7 Vs Mac – Apple Has Plans To Spoil Windows 7 Party? | TechDusts.
Das Geflame auf den vergangenen Keynotes diverser Appleveranstaltungen hat ja bereits den Eindruck erweckt, und wenn das obige eintreten sollte, dann waren die Vermutungen richtig. Wobei ich mich frage, wieso man sich bei Apple Sorgen macht. Klar, der Marktanteil ist bei läppischen 9% (im Vergleich: Microsoft Windows circa 90%), und in dem Bereich wird er plusminus auch noch sehr lange bleiben – aber Apple gehts nicht schlecht, und die Marke hat vermutlich die besten Fans der Welt. Ich glaube nicht, dass Mac-User wieder zurückwandern zu Windows-7 PCs. Das wäre untypisch. Wovor Apple also Angst haben könnte, wäre ein langsameres Wachstum als bisher, weil es weniger Wechsler von PC zu Mac (OS) geben könnte.
Weitere lesenswerte Beiträge zu dem interessanten Thema:
“Apples scheinheilige Kritik an Windows 7″
http://www.gamestar.de/hardware/news/betriebssysteme/1956733/apple_kritik_an_windows_7.html
“Is Apple afraid of Windows 7?”
http://asia.cnet.com/blogs/infochat/post.htm?id=63013443
“Top 5 Windows 7 features Apple should copy”
http://www.tgdaily.com/content/view/39998/128/
Für mich als Marketingmensch ist das vor allem interessant, weil Apple mit solcher Kommunikation sein Image als “die Guten” gefährdet. Faktisch begibt man sich nun auf ein Niveau, das grundsätzlich schlecht ist. Vergleichende Werbung ist immer dritte Bundesliga, und nicht die Königsdisziplin. Sich in der Kommunikation drauf zu stützen, dass der Wettbewerber schlechter ist, das hat Burger-King Qualität, aber nichts bei der Pseudoluxus/Lifestyle-Marke Apple zu suchen.
It is a business rule that you never speak ill of your competitors. This is the lowest and poorest way of selling your product. Just concentrate on your product’s strength and let the buying public discover the weaknesses of your competitor. That’s professionalism and etiquette if you ask me.
Okay, die iPhonewerbung finde ich gut. Denn die ist mal realistisch, und nicht so Hipster-Starbucks-Latte-Kuriertasche-Kübelböckbrille-twitter-ausm-Applestore.