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Wenn einer eine USA-Reise tut, dann braucht er mobiles Internet auf dem Smartphone

Dieser Eintrag hilft mir. Und hoffentlich auch jedem anderen Urlauber oder Geschäftsreisenden. Denn ich habe gerade den halben Abend recherchiert, welche Prepaid Sim ich mir für mein deutsches Smartphone holen soll, wenn ich mal wieder in den USA bin. Die Gründe dafür sind klar: Während Datenroaming und Telefonie im europäischem Ausland ja mittlerweile bezahlbar sind und die Frequenzen passen, sieht das mit der USA ganz anders aus. Da kostet Datenroaming gleich mal das siebenfache oder noch mehr. Es liegt also nahe, sich einfach eine Prepaid-Simkarte zu holen und für die Dauer des USA-Aufenthaltes ins eigene Smartphone zu stecken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Günstige USA Konditionen für Telefonie, SMS und Daten, und das ohne Vertragsbindung. Der einzige Nachteil: Man hat solange eine amerikanische Handynummer. Aber aufgrund der Zeitverschiebung telefoniert man ja eh wenig mit Deutschland. ;-)

Und schon wird es kompliziert

Das ist nämlich gar nicht so einfach. Wir deutschen Handynutzer müssen grundsätzlich 3 Frequenzen (Frequenzbereiche) beachten:

  1. GSM / Voice: Auch 2G genannt, oder ganz früher noch D-Netz, das ist für Telefonie und ganz langsame Datenverbindungen via GPRS und Edge.
  2. UMTS: Auch 3G genannt, “schnelles” Internet bis 21 Mbit (mit HSPA Technologie), mit der HSPA+ Technik sogar 42Mbit. In Deutschland bei gutem HSPA Empfang 7 – 10 Mbit realistisch machbar.
  3. LTE: Auch 4G genannt. Tatsächlich schnelles Internet, theoretisch bis 100 Mbit. Ich habe in der Stuttgarter Innenstadt mit T-Mobile schon 51Mbit Download und 11Mbit upload gemessen

Ich gehe davon aus, dass vor allem schnelles mobiles Internet für Smartphonenutzer interessant ist. Soziale Netzwerke, Skype, Email, Google Maps und Navigation etc. Telefonieren ist bei mir persönlich zweitrangig, aber auch das geringste Problem, denn:

Telefonieren geht so ziemlich bei jedem Anbieter, bei UMTS und LTE ( 3G und 4G) sieht es da schon anders aus.

Jetzt heißt es: Herausfinden, was das Smartphone kann. Dazu schaut man in die technischen Daten (Whitepaper, Bedienungsanleitung) von seinem speziellem Smartphone. Die Betonung liegt auf speziell, weil von jedem Smartphone meist zwei oder drei Varianten existieren, die sich nur anhand der Frequenzen unterscheiden. Ich habe das Xperia Z, und die interne Modellnummer ist C6603. Das bedeutet, die Frequenzen sind für den europäischen Markt gedacht. In meinem Handbuch steht zu Netzwerke:

UMTS HSPA+ 850 (Band V), 900 (Band VIII), 2100 (Band I) MHz
GSM GPRS/EDGE 850, 900, 1800, 1900 MHz
LTE (Bands 1, 3, 5, 7, 8, 20)

Aha, jetzt sind wir schon mal schlauer. Wie gesagt, Daten interessieren mich mehr als Sprache, weil jedes moderne Handy auf der ganzen Welt telefonieren kann, Triband und Quadband nannte man das vor zehn Jahren. Was sehe ich also? Im 3G UMTS HSPA Bereich kann ich Band 1, 5 und 8 nutzen. Sony ist so lieb und schreibt auch gleich die Frequenzen dazu. Denn die Bandnummern nutzen nicht alle Mobilfunkanbieter. Bei LTE stehen nur die Bandnummern, und das ist unpraktisch, denn bei allen Informationen zu amerikanischen Mobilfunkanbietern finde ich nur die Frequenzen angegeben.

Daher habe ich hier mithilfe von Wikipedia und diversen Supportforen der entsprechenden Mobilfunkanbieter folgende Tabelle erstellt:

USA Carrier Voice Frequencies 3G 3G Technik 4G Frequenzen 4G / LTE Band
AT&T 850 MHz, 1900 MHz 850 MHz, 1900 MHz GSM/HSPA+ 700 MHz, 1700/2100 MHz 17/4/13
MetroPCS 1700/2100 MHz, 1900 MHz 1700/2100 MHz, 1900 MHz CDMA/EVDO 1700/2100 MHz 4/2
Sprint 800 MHz, 1900 MHz 1900 MHz CDMA/EVDO 800 MHz, 1900 MHz, 2500 MHz 25
T-Mobile USA 1700/2100 MHz, 1900 MHz 1700/2100 MHz, 1900 MHz GSM/HSPA+ 1700/2100 MHz 4
Verizon 850 MHz, 1900 MHz 850 MHz, 1900 MHz CDMA/EVDO 700 MHz, 1700/2100 MHz (Planned) 13

Was sehe ich jetzt anhand meiner technischen Daten und der tollen Tabelle?
Mit LTE sieht es bei Smartphones für den europäischen Markt in den USA schlecht aus. Das iPhone 5 für Deutschland unterstützt nur die LTE Bänder 1, 3, und 5. Damit kann man wie mit dem europäischen Sony Xperia Z in den USA bei 4G / LTE nichts anfangen. Ich nehme mal an, das wird bei allen anderen für Europa gedachten Smartphones dasselbe sein. Aber wie gesagt, einfach in die technischen Daten gucken, und sollte dein europäisches Smartphone doch ein LTE Band aus der Tabelle hier oben unterstützen, Glück gehabt.

Bleibt noch 3G / UMTS mit HSPA zum Datenfunken. Hier ist die Spalte “3G Technik” wichtig. Ohne auf die Unterschiede zwischen CDMA und GSM einzugehen (verstehe ich selber nicht), sei soviel gesagt: Wenn du mit deinem Smartphone in Deutschland telefonieren kannst, ist es GSM. Und damit automatisch kein CDMA. Beides geht nicht. [Update: Das stimmt wohl auch nicht immer, sondern nur in 99% der Fälle. Es gibt wohl Android Smartphones, die beides können.]

Für Deutsche in den USA bleiben also nur noch AT & T und T-Mobile USA übrig. Ich – und damit meine ich das Sony Xperia Z – könnte beide Anbieter nutzen. Die Prepaid-Tarife bei T-Mobile USA sind zum Zeitpunkt, als dieser Text entstanden ist, deutlich interessanter. Es aber weitere diverse Dinge zu beachten:

  1. Im Internet berichten viele, dass Ihr Smartphone nicht mit T-Mobile USA 3G funktioniert. Da habe ich mit dem Xperia Z Glück, das unterstützt bei UMTS auch 2100 Mhz. Weiter verbreitet bei europäischen Smartphones ist wohl 850 Mhz, was nur bei AT&T funktioniert.
  2. Netzabdeckung. Man sollte vorher auf den Websites von AT&T und T-Mobile USA vorbeischauen, wie die Datenabdeckung und Abdeckung von Prepaid (jupp, das ist unterschiedlich) im Zielgebiet ist. Der tollste und günstigste T-Mobile Prepaid Plan nützt einem nix, wenn man kein Netz hat. AT&T ist größer und hat vermutlich oft bessere Abdeckung.
  3. Ganz wichtig: Das Handy darf keinen Netlock haben. Haben leider noch die meisten Geräte, die man hier in Deutschland bei einem Mobilfunkanbieter auf Raten kauft. Dann funktioniert das Gerät nur in diesem einen Netz. Selbst T-Mobile USA ist in einem T-Mobile DE gelocktem Handy nicht machbar.
  4. Die Prepaid Simkarte nicht in Deutschland kaufen, schon gar nicht bei einem teuren Anbieter für Reise-Simkarten. Am besten in einen Shop vor Ort gehen, die Sachlage erklären. Fragen, ob man vor dem Kauf erstmal kurz eine Simkarte testen kann, um sicherzugehen, dass das mit dem 3G auch wirklich klappt. Die Verkäufer helfen einem auch bestimmt bei der Prepaid Aktivierung und dabei, das Guthaben aufzuladen. Service und so. Laut Erfahrungsberichten im Internet dauert es wohl nur 20 bis 30 Minuten, dann läuft schon alles.
  5. AT&T will auch für Prepaid SIMs Adressdaten haben. Entweder die Adresse vom Hotel angeben, und wenn der Verkäufer darauf nicht klarkommt, halt in den nächsten Shop gehen un dort sein Glück versuchen.

Und jetzt kommt eine Tabelle, welche die LTE Bänder beziehungsweise LTE Frequenzbänder den Frequenzen zuordnet. Vielleicht hilft das ja jemanden bei einer anderen Fragestellung. Die letze Spalte ist mit Vorsicht zu genießen, das kann sich ständig ändern. Die ersten 4 sind aber international genormt.

LTE Band
bzw. Frequenzband
Gebräuchliche Bezeichnung Tatsächliche Downlink-frequenz in MHz Tatsächliche Uplink-frequenz in MHz Wird eingesetzt in
B1 2100 MHz 2110-2170 1920-1980 Europa
B2 1900 MHz 1930-1990 1850-1910 Nordamerika
B3 1800 MHz 1805-1880 1710-1785 Europa, Asien
B4 AWS 2110-2155 1710-1755 Amerika
B5 850 MHz 869-894 824-849 Asien
B7 2600 MHz 2620-2690 2500-2570 Europa, Asien
B8 900 MHz 925-960 880-915 Weltweit
B9 1700 MHz 1844,9-1879,9 1749,9-1784,9 Amerika
B10 Extended AWS 2110-2170 1710-1770 Amerika
B11 1,5 GHz lower 1475,9-1495,9 1427,9-1447,9 Asien
B12 700 MHz lower 729-746 699-716 Amerika
B13 700 MHz Upper 746-756 777-787 Amerika
B17 700 MHz lower 734-746 704-716 Amerika
B18 800 MHz lower 860-875 815-830 Asien
B19 800 MHz upper 875-890 830-845 Asien
B20 800 MHz Digitale Dividende 791-821 832-862 Europa

Das geht eigentlich noch viel weiter, aber bei 20 habe ich dann aufgehört, da die folgenden Frequenzbänder in der Praxis uninteressant sind.

Voller Kühlschrank und leerer Weblog

Ich blogge nur noch sehr wenig. Im Prinzip blogge ich sowenig, dass jedes Mal, wenn ich einen neuen Artikel schreibe, auch eine neue WordPressversion zur Aktualisierung angeboten wird. :-)

Woran liegt das? Einerseits am Job. Ich glaube, im Schnitt habe ich eine 50 Stunden Woche. Zwar nur für 40 Stunden angestellt, aber als Bereichsleiter klappt das im realen Wirtschaftsleben nicht immer. Gerade weil wir viele Veranstaltungen haben, die sprengen ja meistens die Geschäftszeiten. Und während der Arbeitszeit bin ich quasi gar nicht privat im Internet unterwegs. In Pausen mal eben die Email checken, Facebook und twitter überfliegen, das war es auch schon. Für einen Weblogeintrag reicht da nicht die Zeit. Und in meiner knappen Freizeit kommen auch nicht mehr so oft bloggenswerte Themen auf.

Andererseits stehlen Facebook und Twitter dem Weblog die Aufgabe. Auf beiden Netzwerken bin ich ziemlich aktiv, alles was ich dort poste, hätte ich “früher” hier in den Weblog gepackt. Ein Phänomen, dass ich im übrigen bei allen Freunden beobachte. Die Darmstädter facebookten und twitterten ihren ganzen Urlaub lang, der Weblog ist verwaist. Oder der Holger. Hat sich in Kassel ein (halbes?) Haus gekauft, ist dorthin gezogen, wird Vater, hat jetzt eine Hündin. Der letzte Blogeintrag ist aber vom 30. August, da geht es um XING. Alles andere geht direkt vom Androidhandy ins Facebook.

Aber soweit wollte ich gar nicht abschweifen. Wir haben heute die letzten Hamsterkäufe für die nächsten drei Tage getätigt. Voller Kühlschrank an Weihnachten. Nicht so wie vorletztes Jahr, wo mir zu spät klar wurde, dass Heiligabend ja ein halber Feiertag in DE ist. Demnach konnte ich um 16:00 Uhr nichts mehr einkaufen, und musste in einer Dönerbude essen. Der Döner war okay, aber doch zu un-feierlich. Fast Food an Weihnachten ist ja schon schlimm, aber von allen Fastfood-Möglichkeiten ist der Dönerimbiss ja noch das schlimmste. Bei McDonalds kann man wenigstens im schönen Ambiente sitzen.

Was mich zu einer Überraschung dieses Jahr bringt. Alle Edel- und Sternerestaurants in Stuttgart haben am 24.12. geschlossen. Die meisten sogar bis 27.12., bei zweien gabs glaube ich irgendwann abends Weihnachtsmenü. Aber mit schick essen gehen an Heiligabend war nicht möglich. Selbst bei den besseren gutbürgerlichen Restaurants Fehlanzeige. Und zu einem Standard Italiener/Griechen/Asiate wollten wir dann auch nicht. Da geht man ohne Anlass einfach so unter der Woche hin, aber nicht an Weihnachten, wenn man das Besondere will. Das 17 Gänge Menü.

Na ja, jetzt werden es zwei selbstgekochte Gänge. Zweimal am Tag warm essen, gemeinsam zuhause. Ist auch etwas besonderes.

iPhone Fans leiden offensichtlich unter dem Stockholm-Syndrom

When we examine the iPhone users’ arguments defending the iPhone, it reminds us of the famous Stockholm Syndrome – a term that was invented by psychologists after a hostage drama in Stockholm. Here hostages reacted to the psychological pressure they were experiencing, by defending the people that had held them hostage for 6 days.

Mehr bei Strand Consult:
How will psychologists describe the iPhone syndrome in the future?

Push Email mit Gmail

Google Sync hat jetzt Push-Email Funktionalität. Das ganze läuft via Microsoft Exchange Protokoll. Wessen Mobiltelefon also Exchange unterstützt der kommt hier quasi gratis an Push-Email heran. Entsprechende Datenflatrate vom Mobilfunkprovider vorausgesetzt.  Kontakte und Kalender kann man nebenbei auch noch bei Google synchronisieren. Wenn man das wöllte.

Eine Anleitung für Windows Mobile Handys gibt es hier: http://www.google.com/support/mobile/bin/answer.py?answer=138636&topic=14299

PS: Das ganze ist erstes noch Beta (auch wenns schon gut funktioniert) und zweitens Exchange ActiveSync. Es kann also passieren, dass die Daten im Handy (Kontakte, Kalender, Emails) mit den Daten vom Googlemail Account überschrieben werden. Je nach Einstellungen. Deshalb sollte man wissen, was man tut bzw. sich mit seinen Sync-Einstellungen auskennen. Oder vorher seine Telefondaten sichern.

Live Video Streaming vom Handy ins Internet

Früher™ gab es die Möglichkeit, mittels Webcam und Software und FTP ein in kurzen Abständen aktualisiertes Foto auf einen Server zu laden. Dann gab es YouTube und co, wo man ein Video (primär von sich selber) hochladen durfte. Die Weiterentwicklung war dann so etwas wie justin.tv, eine Website, bei der man sein Webcambild und -ton live veröffentlichen kann. Youtube ist ja eher die Konserve. Justin.tv ist bekannt geworden durch einen Amerikaner, der seinen Selbstmord mit Tabletten live ins Internet übertragen hat.

Die nächste Steigerung ist dann Qik. Qik ist ähnlich wie Justin.tv, allerdings funktioniert Qik mit Software für Handys (Java, Windows Mobile, gecracktes iPhone). Man kann live vom Handy Video und Ton in 320×240 streamen, wenn das Mobilfunknetz mitmacht. Und die Livevideos werden erst einmal gespeichert. Videotwitter, quasi. Oder das, was Livereporter eben machen. Nur das die ungefähr 3 Tonnen Equipment dafür brauchen.

bessrde bei Qik

Ich habe einen Traum

Und zwar von einer Flatrate für Mobiltelefone.

So richtig, nicht nur innerhalb Deutschlands. Und auch keine HSPA-Geschwindigkeitsdrosselung ab 1 GB Volumen in Monat. Und ohne Portbeschränkung. Uneingeschränkte Nutzung von VOIP-Software und Tethering. Unlimitierte SMS und MMS. Unlimitiertes Telefonieren. Aus und in alle Netze weltweit. Und vor allem auch Videotelefonie. Von überall auf der Erde nach überall auf der Erde. Egal ob über das Mobilfunknetz oder über WLAN. Eben wirklich ALLES inklusive.
Ich will im Ausland gigabytweise Daten über Google Maps herunterladen, ein Videotelefonat mit Freunden im anderen Deutschen Netz führen, die wiederum im Ausland sind – ohne mir darüber Gedanken zu machen, ob und was das jetzt kostet. Und das von 1+2 SIM-Karten gleichzeitig (Handy, Autotelefon, Notebook).

Ich will weltweit unter einer Rufnummer erreichbar sein, UND providerseitig eine Blacklist / Whitelist erstellen können mit Rufnummern, die mich nicht mehr erreichen können (oder eben Anrufer ohne Nummer).

Hach, wäre das schön. Das wäre mir sogar eine sehr hohe zweistellige monatliche Grundgebühr wert. Dafür würde ich dann den Festnetzanschluss dementsprechend auf’s nötigste (Internet) beschränken.