Live Video Streaming vom Handy ins Internet

Früher™ gab es die Möglichkeit, mittels Webcam und Software und FTP ein in kurzen Abständen aktualisiertes Foto auf einen Server zu laden. Dann gab es YouTube und co, wo man ein Video (primär von sich selber) hochladen durfte. Die Weiterentwicklung war dann so etwas wie justin.tv, eine Website, bei der man sein Webcambild und -ton live veröffentlichen kann. Youtube ist ja eher die Konserve. Justin.tv ist bekannt geworden durch einen Amerikaner, der seinen Selbstmord mit Tabletten live ins Internet übertragen hat.

Die nächste Steigerung ist dann Qik. Qik ist ähnlich wie Justin.tv, allerdings funktioniert Qik mit Software für Handys (Java, Windows Mobile, gecracktes iPhone). Man kann live vom Handy Video und Ton in 320×240 streamen, wenn das Mobilfunknetz mitmacht. Und die Livevideos werden erst einmal gespeichert. Videotwitter, quasi. Oder das, was Livereporter eben machen. Nur das die ungefähr 3 Tonnen Equipment dafür brauchen.

bessrde bei Qik

Mit Google (nicht öffentliche) Webcams finden und steuern

Heute bin ich mal wieder auf einen interessanten Google-”Hack” gestoßen. Offensichtlich benutzt der integrierte Webserver von einem Webcamhersteller (Axis? Robotix?) immer den gleichen URL-Pfad zum Livestream und der Kamerasteuerung. Und wenn man die Webcam dann – vermutlich ungewollt – ungeschützt und für Google sichtbar ins Internet bringt, dann kann man die mit folgender Suchanfrage finden:

http://www.google.com/search?q=inurl:”viewerframe?mode=motion”

Habe gerade ein paar Minuten damit verbracht, die Securitykamera von einem Parkplatz zu schwenken und die Leute zu beobachten.

Webcam kaputt – irgendwie

Meine Webcam ist halb kaputt. Bis vor kurzem lief die fehlerfrei und lieferte in Sachen Bild- und Ton sehr gute Ergebnisse. Doch vor zirka 10 Tagen habe ich den Rechner hochgefahren, und es wurde “USB20 CAMERA” als neue Hardware gefunden. Die automatische Treiberinstallation hat auch nicht funktioniert, meine Microsoft LifeCam VX6000 wird nur als USB20 Camera erkannt. Da das Mikrofon aber auch ohne Treiberunterstützung funktioniert, habe ich’s erst einmal dabei belassen. Erst als ich später in SKype nicht nur Mikro, sondern auch Kamera nutzen wollte, habe ich nach einer halben Nacht festgestellt: Mein PC will die Kamera partout nicht mehr als VX6000 erkennen. Nun muss ich gestehen, dass ich an dem Betriebssystem in dem letzen Jahr schon ne Menge rumgefrickelt habe, und eine komplette Neuinstallation bestimmt nicht schlecht wäre, aber das ist mir zu zeitaufwändig. Da gehen ja 1,5 Tage für drauf. Vor allem habe ich vor dem Ausfall der Kamera schon länger nichts mehr verändert. Zudem weiß ich ja nicht sicher, dass das Problem durch eine Neuinstallation behoben wird.

Und wissenschaftlich korrekt, wie ich nun mal arbeite, habe ich die Kamera an einem völlig intaktem Dell-Laptop mit Vista getestet: Und siehe da, dort lässt sie sich auch nicht einreden, dass sie eine Lifecam VX6000 ist, sondern beharrt auf “USB20 Camera”, für die keine Treiber gefunden werden konnten (obwohl diese schon nach Rezept installiert wurden).

Und das ist jetzt komisch: Die Kamera ist nicht runtergefallen oder ähnlichen Einflüssen ausgesetzt worden. Das USB Kabel wurde nicht geknickt oder vor dem Ausfall überhaupt berührt – trotzdem hat die Kamera vergessen, wer sie ist. Aber das Mikrofon funktioniert tadel- und treiberlos als “USB20 Microphone”.


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