Video Konvertierung: Cuda, Intel Quicksync und mit welcher Software?

Vorwort: Diesen Artikel muss man bis ganz zum Schluß lesen. Er wurde über Monate hinweg mehrfach aktualisiert und einige Schlußfolgerungen und Testergebnisse haben sich gravierend verändert.

Wer aus irgendwelchen Gründen seine Videos in Tablet-PC- oder Mobiltelefonformat konvertieren möchte, hat dafür eine Million Möglichkeiten. Das ganze ist natürlich sehr leistungshungrig, und hat bisher sehr sehr lange gedauert.

Nun kommt es wohl in der Welt so oft vor, dass Menschen irgendwelche Videos konvertieren möchten, dass Softwarehersteller die Möglichkeiten nutzen, die Hauptarbeit der Konvertierung durch die schnellere Grafikkarte durchführen zu lassen. Diese Möglichkeit gibt es seit wenigen Jahren, weil Nvidia unter dem Begriff CUDA es ermöglicht, Rechenoperationen im Grafikkartenprozessor (GPU) auszuführen. Das entlastet den Hauptprozessor (CPU), welcher dann schon mal was anderes machen kann. AMD hat später eine ähnliche Technik für seine Radeon Grafikkarten zur Verfügung gestellt. Als dritter kam dann Intel, die seinen neusten i5 und i7 Prozessoren (CPU) mit integrierter Grafik eine Technologie names Quicksync verpasst haben, die eigentlich nur noch dazu da ist, Videos zu decodieren und encodieren.

GPUs sind schneller als CPUs, weil sie die Aufgaben parallel abarbeiten, währen CPUs seriell eine Berechnung nach der anderen ausführen.  Mythbusters hat das in diesem Video perfekt veranschaulicht: http://www.youtube.com/watch?v=ZrJeYFxpUyQ

Wer über keine moderne Grafikkarte verfügt, oder nicht über einen entsprechenden Intel Prozessor, der muss bei der Videokonvertierung mit der seriellen Leistung seines Prozessors auskommen. Diese Konvertierung wäre dann „software-only“, weil sie von der Hardware unabhängig ist. Beschleunigung über GPU oder Quick Sync nennt man dann entsprechend hardwarebeschleunigt.

Mit meinem neuem Laptop bekam ich einen Core i7 Prozessor der 2. Generation (2,2 – 3,5 GHz) sowie eine Nvidia Grafikkarte. Letztere ist natürlich kein Performance Monster, aber für ein Notebook sehr ordentlich. Es handelt sich um die GT 525M.

Da stellt sich mir die Frage, um die es in diesem Artikel geht:

Welche Methode der Videokonvertierung ist die schnellste?

Ich habe also 3 Möglichkeiten, Videos zu konvertieren:

  1. Software only
  2. Hardwarebeschleunigt über Intel Quick Sync (auch Intel Media SDK genannt)
  3. Hardwarebeschleunigt über Nvidia CUDA

Ich brauche also Programme die mir diese Möglichkeit bieten, idealerweise auch noch gratis. Zudem hat die Wahl der Hardwarebeschleunigung nicht nur massiven Einfluss auf die Zeit, sondern auch auf die Qualität des resultierenden Videos. Tom’s Hardware hat dazu einen nahezu wissenschaftlichen Artikel parat: http://www.tomshardware.de/video-transcoding-amd-app-nvidia-cuda-intel-quicksync,testberichte-240740-7.html

Kurz dazu: Qualität war bei mir nie ein Problem, das ist Sache der Settings in den Programmen, und der Artikel ist auch etwas älter. Die genannte Software ist mittlerweile geupdatet worden.

Ich habe mit meiner Hardware also getestet, was am schnellsten geht. Immer das gleiche Quellvideo, immer gleiche Qualitätseinstellungen für das resultierende Video. Dazu ein Vergleich zwischen 2 kostenlosen Programmen und dem im Artikel erwähnten Badaboom 2 sowie MediaEspresso 6.5.

Ich habe das Programm Super von erightsoft extra nicht benutzt, weil dessen Einstellungen einfach zu komplex sind. Das benutze ich nur für ganz exotische Fälle, z.B. um Youtubevideos in etwas anderes zu konvertieren. http://www.erightsoft.com/SUPER.html
Hier der Downloadlink, ist sehr versteckt: http://www.erightsoft.biz/GetFile.php?SUPERsetup.exe (in Adressleiste kopieren)
es mittlerweile Malware enthält und von niemandem außer sehr versierten Nutzern installiert werden sollte.

Das erste freie Programm ist der MediaCoderhttp://www.mediacoderhq.com/ ), welcher alle drei Modi beherrschen soll: Software, Cuda, Intel Quick Sync.

Das zweite freie Programm ist Handbrake ( http://handbrake.fr/ ). Das unterstützt anscheinend keine Hardwarebeschleunigung, aber ist sehr einfach zu bedienen. Die wenigen Einstellungen sind sehr verständlich erklärt, und man kann sich seine Einstellungen sogar speichern. Den mitgelieferten Sets für diverse Geräte traue ich nicht ganz.

Ich habe die Trialversion von Badaboom 2 ( http://badaboomit.com/ ) getestet, welches Softwaremodus und CUDA unterstützt, undokumentiert aber auch Quicksync.
MediaEspresso gibt es ebenfalls als Testversion auf der Seite von Cyberlink zum Download. ( http://de.cyberlink.com/products/mediaespresso/overview_de_DE.html )

Hier das Ergebnis meiner Testreihen. Je mehr FPS, desto besser. FPS steht für Frames pro Sekunde. Die Zahl gibt an, wieviel Bilder des Videos pro Sekunde konvertiert werden. Ein normales Video hat 25 Bilder pro Sekunde. Bei 50fps ist das also in der Hälfte der Laufzeit konvertiert. Die absoluten Zahlen sind natürlich auf jedem System unterschiedlich, vermutlich sogar bei jeder Ausgangsdatei. Die dienen hier nur als Vergleich zwischen den verschiedenen Methoden.

Softwaremodus CUDA Intel Media SDK /
Intel Quick Sync
Badaboom 2 70 fps 48 fps 370 fps
MediaCoder 50 fps Fehler Fehler
Handbrake 69 fps
MediaEspresso 6.5 130 fps 124 fps 467 fps

Aus der Tabelle kann der interessierte Leser drei Dinge ablesen:

Erstens: Meine Nivida GT 525M ist noch nicht leistungsstark genug, um einen i7 Prozessor zu überbieten.

Zweitens: MediaCoder kann man nicht empfehlen. Einerseits sind die Einstellungen recht komplex, so dass man hier den Assistenten bemühen muss. Dann geht’s aber. Bei hardwarebeschleunigter Konvertierung wird vom Assistenten immer miserable Qualität eingestellt. Da kommen dann zwar auch Frameraten um die 115 fps heraus, allerdings kann man das Video nicht gebrauchen. Stellt man die Einstellung so ein, wie ich es gerne hätte, verweigert MediaCoder die Arbeit unter nichtssagenden Fehleremeldungen. Aber das Programm ist ja auch erst eine 0.9.xyz Version. Sollte man im Auge behalten.

Drittens: MediaEspresso von der Firma Cyberlink macht irgendetwas richtig, was alle anderen falsch machen. Zumindestens was die Geschwindigkeit angeht. Ansonsten kann ich MediaEspresso nämlich nicht empfehlen. Die Einstellungen sind so vereinfacht, dass man dringend notwendige Einstellungen gar nicht vornehmen kann. Zum einen das Cropping/Seitenverhältnis, zum anderen kann man bei mehrsprachigem Originalmaterial nicht die zu kodierende Audiospur auswählen. Es wird einfach die erste Spur genommen, was meistens eben Originalsprache und nicht Deutsch ist. Außerdem hat man keinen Einfluß auf die Wahl der Audiocodecs und die Art, wie das Audio gespeichert wird. Da gibt es nur Stereo und fertig. Das ist alles in allem für den normalen Nutzer, also die Mehrheit, nicht schlecht. Aber mir persönlich viel zu wenig. Von daher würde ich das Geld nicht investieren.

Fazit:

Was ist nun der beste? Der schnellste ist der MediaEspresso. Wer unbedingt einen 90 Minuten Film in 5 Minuten nach MP4 konvertieren will, dafür nur englisch und stereo, der sollte die 40 Euro investieren.

Für  MediaCoder spricht in dem Test nix. Handbrake funktioniert besser als das ebenfalls kostenlose MediaCoder. Für Handbrake spricht vor allem die Wahlmöglichkeit, wie man seine Audiospur gerne hätte. AC3, AAC, MP3 und andere Codecs sind möglich. Zudem noch die Wahl zwischen Stereo Downmix (das können alle), Dolby Pro Logic II Downmix (mein Favorit) und diskretes 6 Kanal Audio.

Badaboom 2 kann im im Gegensatz zu MediaEspresso die Sprachauswahl, bleibt aber ansonsten bei Stereodownmix. Wer es eilig hat, dem spreche ich eine Kaufempfehlung für Badaboom aus. Wer das beste Gratisprogramm haben will, sollte sich Handbrake installieren.

Wer ein Programm findet, das gratis ist, alle benötigten Einstellungen hat und Intels Quick Sync Technologie unterstützt, der möge sich bitte hier in den Kommentaren melden. Denn das wäre anscheinend die beste Kombination. Oder die Programmierer von Handbrake implementieren Quick Sync. Denn damit hat Intel mal etwas richtig gutes auf die Beine gestellt.

Update 06.06.2012

Badaboom 2 gibt es nicht mehr, und der Hersteller hat das Programm eingestellt. Kann man auf der Homepage nachlesen, die Gründe sind aber nicht ganz deutlich.

Ich habe zwei weitere kostenpflichtige Programme gefunden. Die Programme heißen AVS Video Converter und Movavi Video Converter. Hier die Links:

http://www.avs4you.com/de/AVS-Video-Converter.aspx

http://www.movavi.de/videoconverter/

Das der AVS Video Converter QuickSync und CUDA unterstützt, habe ich an anderer Stelle im Netz gelesen. Auf der eigenen Homepage werben die nicht mit diesen Features.

Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem ersten Test habe ich die Konvertierung mittels CUDA und Software gar nicht erst getestet. Interessant ist ja für mich nur die Konvertierung mittels Intels Quicksync. Zudem sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen über alle Technologien hinweg ziemlich gleichbleibend. Hier die Ergebnisse:

Konvertierungszeit mit QuickSync FPS
Badaboom 2 6 Minuten 350 fps
Movavi Video Converter 10 Minuten 53 Sekunden 198 fps*
AVS Video Converter 13 Minuten 24 Sekunden 162 fps*

*errechnete Werte, arithmetisches Mittel

Tja, schade das Badaboom eingestellt wird. Bei gleicher Ausgabequalität ist das mehr als doppelt so schnell wie AVS Video Converter und auch deutlich schneller als Movavi sein Video Converter.

Von der Bedienung her sind die beiden neuen Programme ziemlich gleich. Optisch finde ich AVS Video Converter schöner. Dieser bietet auch die Möglichkeit, 5.1-Kanal-Ton zu codieren, anscheinend aber nur als diskreten 6 Kanal. Ein ProLogic o.ä. sehe ich nicht. Seltsamerweise bietet AVS als Audiocodec nur MPEG2, kein MP3, kein AAC und sonst auch nix. Vermutlich um Lizenzgebühren zu sparen.

Beide neuen Programme bieten eine Testversion, die aber zu nichts zu gebrauchen ist, weil die erzeugten Videos mit Wasserzeichen versehen werden. Bei Movavi hörte nach ziemlich genau der Hälfte der Spiellänge der Ton auf. Ob das ein Fehler oder eine Einschränkung der Testversion ist habe ich nicht recherchiert.

Fazit:

Hoffentlich wird Media Espresso von Cyberlink mit der nächsten Version besser (siehe oben).

Update vom 25.10.2012

Da ja Badaboom nicht mehr bei mir funktioniert und auch vom Hersteller eingestellt wurde, habe ich aus eigenem Interesse und aufgrund von Empfehlungen in den Kommentaren neue Tests durchgeführt:

SOFTWAREMODUS CUDA INTEL MEDIA SDK /
INTEL QUICK SYNC
BADABOOM 2 70 fps 48 fps 370 fps
XMedia Recode 98 fps
Freemake Video Konverter 189 fps
Media Coder 0.8.16.5293 64bit 34 fps 382 fps

Zur Erläuterung: Badaboom 2 ist hier die Referenz. Erneut getestet habe ich das Programm nicht, es stürzt bei mir neuerdings ja ständig ab. Das könnte am .net Framework liegen. Kann ich aber nicht bestätigen.

Xmedia Recode von http://www.xmedia-recode.de war ein Vorschlag aus den Kommentaren. Das unterstützt kein Cuda und kein Quicksync. Vorteil bei dem Programm ist jedoch, dass es alle mir jemals untergekommenen Ein- und Ausgabeformate unterstützt. Man kann die richtige Audiospur auswählen und auch Mehrkanalton kodieren. Es gibt für Video circa 4000 Einstellungsmöglichkeiten. Für Audio auch 100. Das ist einerseits gut, andererseits ziemlich komplex. Die Einstelllungen sind zwar vom GUI her zugänglicher als beim Media Coder, aber man muss wissen, was man tut. Und genau aufpassen. Am Anfang hat man die Auswahl von Profil, Format und Dateiendung. Letzteres ist unwichtig, die ersten zwei haben aber maßgeblichen Einfluss auf die späteren Einstellungsmöglichkeiten und vor allem darauf, was überhaupt konvertiert wird. Wählt man als Profil zum Beispiel „H.264“, wird nur das Video kodiert. Was ich eigentlich wollte ist Profil „Benutzerdefiniert“, Format „MP4“ und dann später in den Videoeinstellungen H.264 als Codec auswählen. Xmedia Recode kann nur Software, damit ist es langsam und für mich eher uninteressant. Aber gratis und schneller als Handbrake, von daher für Nutzer mit ausreichend Fachwissen eine gute Option. Ansonsten wegen fehlender Hardwarebeschleunigung eigentlich in diesem Artikel nicht erwähnenswert.

Freemake Free Video Converter von http://www.freemake.com/de/free_video_converter/ ist auch ein Vorschlag aus den Kommentaren gewesen. Der unterstützt CUDA, von daher habe ich den Softwaremodus nicht mehr getestet. Quicksync wäre mir persönlich lieber, weil mein Prozessor ja schneller ist als meine GPU, aber das ist ja nicht bei allen so. Die Oberfläche von Freemakes Videoconverter ist ähnlich übersichtlich wie die von Handbrake und bietet alle gewünschten Einstellungen. Auch die Möglichkeit, Mehrkanalton zu kodieren. Auf der Website wird behauptet, dass Freemake der schnellste CUDA-Konverter ist. In meinem Test kann ich das bestätigen: Freemake ist bei meiner Hardware sogar schneller als Cyberlinks Media Espresso.

Media Coder habe ich erneut getestet in der Hoffnung, dass CUDA und Quicksync jetzt funktionieren. Damals taten beide Funktionen nicht, sondern führten zur Arbeitsverweigerung des Encoders. Ich habe dafür die neuste 64-Bit Version vom Mediacoder benutzt, welche ich am 25.10.2012 von der Website herunter geladen habe. Und siehe da: Jetzt funktioniert es. Und wie: 15,27-fache Geschwindigkeit mit Intel Quicksync sind ein absoluter Spitzenwert, damit ist sogar Badaboom 2 übertroffen. Allerdings hat das Programm so seine Mucken. Ich hatte parallel den Browser offen, und während der Konvertierung lies sich das Media Coder Fenster nicht wieder in den Vordergrund holen. Beim ersten Versuch ist zum ende der Konvertierung das Fenster sogar einfach verschwunden, und die gewünschte Videodatei ebenso. Im Windows Taskmanager war der Prozess aber noch aufgelistet (0,5 GB Speicher, 0% CPU). Man darf Media Coder anscheinend nicht aus den Augen lassen. :-) Beim zweiten Versuch hat es dann funktioniert, aber das Format war auf 4:3 gequetscht. Obwohl ich eingestellt hatte, dass Aspectratio, Auflösung und Framerate erhalten bleiben sollen. Ich habe fast eine Stunde gebraucht, um die richtigen Settings hinzubekommen. Bei der Konvertierung mittels CUDA hat der Media Encoder keine guten Framerates hervorgebracht.

Fazit:

Aufgrund meiner persönlichen Situation ist mein neues Programm der Wahl der Mediacoder. Allen  denen mit einer High-End Nvidia Grafikkarte empfehle ich Freemake Free Video Converter, weil die Benutzeroberfläche einfacher ist.

Update 1.06.2013

Handbrake 0.9.9 soll jetzt auch Intel Quicksync können. Ich habe das getestet, und weder habe ich eine entsprechende Option gefunden, um das zu aktivieren, noch hat das funktioniert. Von daher kann ich nicht bestätigen, dass Handbrake hardwarebeschleunigt codiert.

Update 14.10.2013

MediaCoder funktioniert seit einigen Monaten – bzw. seit einigen Updates –  nicht mehr richtig. Ich bekomme sehr oft am Ende eines Konvertierungsvorganges nichtssagende Fehlermeldungen, die gerüchteweise besagen, dass Audio- und Videodaten nicht miteinander gemuxt werden können. Die Konvertierung ist auch bei weitem nicht mehr so schnell, wie damals, als ich die Tests gemacht habe. Und das trotz neuer SVE Technologie.

Das größte Problem ist aber, dass MediaCoder in der aktuellen Version langsam anfängt (unter den Spitzenwerten von 455fps und auch unter dem Testergebniss von 382fps) und ab circa 50% – 75% dann immer langsamer wird, um die Konvertierung des ersten Auftrages mit 150fps zu beenden. Wenn ich Stapelkoviertierung machen lasse, dann geht die Geschwindigkeit teilweise noch weiter herunter. Meist auf  bis zu 3fach, also nur noch 75fps. Das ist sehr ärgerlich, da ich auf derselben Hardware bis vor einigen Monaten ja noch 18 bis 20fache Geschwindigkeit erziehlt habe. Alles mit Intel Quicksync. Im Forum von Mediacoder haben einige User dieselben Probleme berichtet, darauf aber keine Antwort erhalten.

Von daher bin ich aktuell wieder bei Handbrake 0.9.9. Wenn man sich ein nightly Build herunterlädt, und nicht nur die „normale“ Version, hat man schon Intel Quicksync Konvertierung. Damit kommt Handbrake bei mir zwar nur auf 160fps, aber im Gegensatz zum in Ungnade gefallenem MediaCoder hält es diese Geschwindigkeit über den kompletten Zeitraum durch, womit es schneller ist. Zudem funktioniert es fehlerfrei, während mit MediaCoder bei 9 von 10 Versuchen dann am Ende doch kein Ergebnis liefert. Und mit Handbrake habe ich die Möglichkeit, die Audiospur unkovertiert in die Zieldatei zu kopieren. Bei MediaCoder hat das nie funktioniert, bei keiner Version. Die Möglichkeit besteht nur theoretisch (Haken bei „Copy Audio“ setzen), failt aber immer am Ende im Encoding. Warum auch immer.

Update 6.09.2014

Freemake Video Konverter kann Videos im .webm Format erzeugen. Das ist wichtig für Leute, die Videos via HTML Player in Chrome anzeigen wollen.

Update 11.11.2014

Handbrake schafft in der aktuellen Version svn6509 (Nightly Build) 64bit jetzt durschnittliche 155fps mit dem hardwarebeschleunigten Intel Encoder.

Update 25.03.2016

Handbrake schafft in der aktuellen Version – immer noch auf demselben CPU – über 300 fps.

Zu der Frage, ob man lieber AMD oder NVIDIA Grafikkarten zum Videorendering benutzt, hier ein Video von LinusTechTips vom 25.3.2016.

Update vom 22.1.2017

Handbrake ist nach 11 Jahren Entwicklungszeit nicht mehr Beta, sondern in der Version 1.0 erschienen. :-)

Auf meinem Surface Book mit Intel Core i7-6600U schafft es mit Intel QuickSync und obigen Testdateien locker 600 FPS zu konvertieren. Teilweise mehr. Die Konvertierung mittels CUDA über die GT 940M von Nvidia habe ich mangels Notwendigkeit noch nie getestet.

21 Kommentare zu „Video Konvertierung: Cuda, Intel Quicksync und mit welcher Software?“

  1. Hallo,
    ich habe voller schrecken auch erfahren das badaboom eingestellt wurde.
    ich wollte mir eine neue und aktuelle nvidia karte kaufen (zurzeit habe ich eine gtx 285)
    was jetzt, nach dem was du geschrieben hast gibt es keine alternative.

    1. Ich benutze Handbrake seitdem mein Badaboom 2 Testversion abgelaufen ist. Badaboom war auch recht instabil, wie sich auf die Dauer herausgestellt hat.

      Bleibt also nur noch warten. Entweder auf die konvertierten Videos von Handbrake oder auf bessere Versionen der anderen Programme. Vielleicht mache ich zu dem Artikel demnächst ein Update.

      Handbrake reicht mir momentan, da ich selten konvertiere. Da kann ich auch 20 Minuten warten.

  2. ich habe eine lizenz von badaboom 2.0 vor ca. 1 jahr gekauft.
    bei mir lief es super. auch qualität war/bin ich sehr zufrieden.
    ich hätte kein problem damit für gute software auch mal 100€ auszugeben.
    handbrake müsste nur noch cuda nutzen, dann währe es für mein geschmack perfekt.

  3. Hallo,

    ich benutze XMediaRecode und Freemake Video Converter.
    Willst Du damit Deine Test mal durchführen und die Ergebnisse posten ?
    cheers
    jens

  4. @wuzelor: Seit ich eine Samsung 830 SSD in meinem Laptop verbaut habe, komme ich sogar auf 460FPS. :-)))))

    Nochmal kurz die Voraussetzungen:
    1. Intel Core i7-2670QM Prozessor. Zweite Generation; habe das Notebook knapp 3 Wochen zu früh für Ivy Bridge gekauft. Der Prozessor taktet 2,2Ghz und geht rauf bis 2,8Ghz. Die Grafikkarte „im“Prozessor ist eine Intel HD 40003000.
    2. Das Ausgangsmaterial sind DVD-Daten. Normale SD-Auflösung, AC3 6-Kanal Sound.
    3. Sowohl Ausgangsmaterial als auch Zielort der konvertierten Datei ist die SSD Festplatte, die etwa 480MB/s beim sequentiellen Lesen und Schreiben schafft.

    Hier die Einstellungen:
    Ziel / Container: MP4, unveränderte Auflösung, 16:9 Seitenverhältnis, unveränderte Framerate, keine Untertitel, nur eine Audiospur, auf stereo runtergemixt.

    Ich gehe einfach mal die einzelnen Tabs durch:
    Preview: Disabled

    Tasking: Habe ich nichts verändert, alle 8 Cores für alle Encoder und Decoder, nur 1 Job auf einmal, normale Priorität.

    Video: 3500kbps Bitrate, Average Bitrate, Format H.264, Encoder Intel Encoder, Häkchen bei GPU, Source ist das Häkchen auf Auto. Rechts bei Intel dann die Einstellungen, die sich massiv auf die Geschwindigkeit auswirken: Quality Balanced, Profile Auto, Level Auto, Ref. Frames 1, GOP 0, Hardeware Accleration und D3D Surface an. Profil Auto ist ziemlich einflußreich. Wenn man da das neuere „High“ Profil wählt, geht die Konvertierungsgeschwindigkeit ziemlich runter. Das ist aber nicht nötig. Entweder, man setzt „Main“ fest, oder lässt es auf Auto. Die Eigenschaften des „High“-Profiles werden bei dem Material nicht benötigt. http://de.wikipedia.org/wiki/H.264#Profile

    Audio: Format LC-AAC, Encoder und Source beides Autoselect, Resample Original, Bit Depth 16-bit, Calculate… und Dual Audio Track.. nicht aktiv, rechts bei „Nero Encoder“ dann Rate Mode CBR, 192kbits (nicht Audiophil, aber wenn man eh nur stereo hat… wer will, kanns natürlich bis zum Anschlag hochdrehen. Ergibt größere Datei und höhere Gesamtbitrate). Optimal Profile und Hint Track aus.

    Container: Nichts verändert. MP4, Multiplexer Auto Select, Interleave file Data 500ms.

    Picture: Der wichtigste Reiter, viel herumprobiert, bis das Bild nicht mehr gequetscht war. Diese Einstellung hier funktionieren ggf. bei anderen Ausgangsdaten als DVD vielleicht nicht mehr. Bestimmt muss man die anpassen, wenn die Ausgangsdaten NICHT 16:9 sind.
    Also: Resize und Framerate auf „Original“, Haken bei Global, Colorspace I420, Aspectration „Set Display AR“ und dann „16:9“, Crop Disabled und Effects auf „Source Filters“. RECHTS bei Effects dann alles disabled. Scale nix verändern, De-Interlace auf Auto. Thumbnails, Video Stack und Delogo braucht man auch nicht.

    Sound: Channels „stereo“, ansonsten 0 Delay, 0,0DB Gain, keine Normalisierung. Tipp: Wenn man 6-Kanal Sound will, dann aktiviere ich im Fall der DVD vorne bei Audio „Copy Audio“. Dann werden die Sounddaten 1:1 übernommen. Der Player muss dann AC3 können. Aber warum das Rad neu erfinden?

    Time: Kann jeder selbst einstellen, wo Anfang und Ende sein sollen. Ich bin da zu faul zu.

    Subtitle: In dem Fall Renderer „Disabled“.

    Die restlichen 3 Tabs ignorieren.

  5. HD3000 wäre das im i7-2670QM. Danke für die settings, scheint dann wohl stark abhängig vom Source Video zu sein. Ich habe zahlreiche Quickync Encoder anhand eines kurzen 40 Mbit Videos verglichen. Die meisten taugen nicht viel. Zum Beispiel ist tmpgenc sehr sehr langsam, langsamer als CPU encoding mit Handbrake, MediaEspresso oder MediaCoder. CPU Encoding in tmpgenc wäre natürlich noch langsamer. Meine 4 Favoriten für Quicksync wären ohne Reihenfolge Arcsoft Mediaconverter, Cyberlink MediaEespresso 6.7, MediaCoder 0.8.x und Badaboom 2. Der Arcsoft MediaConverter ist mit Abstand am Schnellsten, allerdings mit der schlechtesten Bildqualität von den 4. Ich bewerte es anhand von Platzierungen

    Qualität:
    MediaEspresso 6.7 – 1. Platz (m2ts Output!!!)
    MediaCoder 0.8 – 2. Platz
    Badaboom 2 – 3. Platz
    Arcsoft MediaKonverter 4. Platz

    Geschwindigkeit:
    Arcsoft MediaKonverter 1. Platz (~45 Sekunden)
    Badaboom 2 2. Platz (~1:05 Mnuten)
    MediaEspresso 3. Platz (~1:25 Minuten)
    MediaCoder 0.8 – 4. Platz (~3 Minuten)

    Eingestellt hatte ich 13 Mbit und maximale Qualität. Die mit Abstand beste Bildqualität mit Quicksync liefert MediaEspresso 6.7 im m2ts Output und mit der Option Quicksync Qualität . Das Video wird dann nämlich im high profile enkodiert. Wähle ich mp4 Output, enkodiert MediaEspresso nur in Baseline. Der Qualitätsunterschied ist sehr groß. Das Geschwindigkeits/Qualitäts-Verhältnis kann sich natürlich je nach Source Video und Settings unterscheiden, muss man am besten selber austesten. Mein Favorit ist MediaEspresso 6.7 im High (m2ts) Profil und QS Qualität, weil mir das Verhältnis aus Geschwindigkeit und Schnelligkeit von den 4 am besten gefällt.

  6. Pingback: Ist mein I7 2600 zu langsam?! - Seite 9

  7. Pingback: Videobearbeitungsprogramm mit oder ohne GPU-beschleunigung?

    1. Kenn ich nicht. Kann das Cuda/ Quicksync? Dann schaue ich mal, ob ich das noch teste.
      Der Artikel könnte eh geupdatet werden, weil der Mediacoder in der aktuellen Version eine neue Technologie hat, die dafür sorgt, dass ich deutlich über 400fps komme.

  8. bin mit der vorläufigen leistung meines macbook air i5 (2CPUs mit HD5000 und Mavericks) zufrieden, da ich immer unter ähnlichen Bedingungen 130 fps schaffe.
    mit: Handbrake 0.9.9 -standard = ohne nightly build, mit standard-profil – SD-videos von DVD
    offenbar wird dabei HD5000 nicht genutzt, weil kein SDK , und ohne Beta-version für GPU-Nutzung

  9. habe heute den beitrag von dir gelesen und alle covnerter mal durchprobiert um 2 .mt2 files von einer blue ray in mp4 zu konverten !

    avs geht aber dauert sehr lange und wohl ohne cuda support…
    medi coder sagt beim start das er die video codes nicht kennt…
    freemake video converter hat es am ende dann gemacht ohne zu meckern und soagr recht fix !

    ca 16 minuten für ein 50min blue ray video (11gb) in mp4 xvid @ 720p 4800bitrate 25 fps

    i5 3550p auf z77 board
    8gb ddr3 1600mhz
    geforce gtx 660
    video lag auf einer hdd mit 120mb/sec lesen
    der temp ordner, ausgabeordner + windows liegen auf einer samsung 840 ssd

    1. Das ist interessant. Vielen Dank für deine Mühe und das du die Ergebnisse mitgeteilt hast. Dieser Eintrag wird unregelmäßig aktualisiert und lebt auch von den Kommentaren.

  10. MediaCoder x64 0.8.38.5783 will regelmäßig mit dem Internet Verbindung aufnehmen. Da ich einen stand-alone PC nur für den Empfang von DVB-T und die Konvertierung in mp4 verwende, der kein Internet braucht, ist das lästig. Leider ist auch der Schnitt Start/End Position unpräzise. Bleiben Quick Sync, CUDA und x265 als echter Vorteil gegenüber XMedia-Recode, leider zu wenig um umzusteigen.

  11. Keins der Programme unterstütz AMD, wer sehr viel mit Videos (zu 70%) arbeitet und diese konvertieren will, kauft sich sowieso ein AMD FirePro. Da bekommt man Software mitgeliefert dass die Konvertierung über Grafikkarte läuft, selbst eine neue TitanX kann da nicht mithalten. Eine AMD FirePro W8100 8GB kostet ca. 1200 Euro, aber unterstützt PCIE 3.0 x16 und Crossfire. Der einizge große Nachteil ist, dass sie fürs Spielen ungeeigent ist. Sie ist in Spielen wie GT5, CoD usw. langsamer als eine GTX980. Wer aber Hobbymäßig wie ich Videos konvertiert, mit Cinema4D und 3DMax arbeiter kommt um eine FirePro nicht herum und außerdem hat Nvidia nicht vergleichbares.

    ASUS X99-E WS/USB 3.1
    INTEL Core i7-5930K
    4x16GB CORSAIR Vengeance LPX Black DDR4-2133
    2x SAPPHIRE FirePro W8100 8GB
    1x 500GB CRUCIAL MX200 SSD
    2x 1.2TB SEAGATE Enterprise Performance 10K
    Wasserkühlung (CPU, Board und Grafikkarten)
    Kostenpunkt komplett 4000 Euro

    1. Wer mit Video arbeitet – „arbeiten“ im Sinne von Einkommen erwirtschaften – wird auf einem PC mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Adobe Premiere arbeiten. Wenn nicht sogar auf einer dedizierten Kombination aus abgestimmter Hard- und Software, wie Avid, Quantel, Lightworks usw. Auf dem Mac wirds dann Final Cut Pro sein.
      Diejenigen, die professionelle, hardware-gestützte Schnittsysteme einsetzen, denen ist dieser Beitrag hier herzlich egal.
      Wer einen Mac mit Final Cut Pro benutzt, hat eh gelitten, und muss an Grafikkarte nehmen, was Apple ihm gnädigerweise gestattet.
      Bleiben die PC User. Die Profis nutzen Premiere Pro, das wird von Nvidia CUDA und Intel Quick Sync unterstützt. Die Gelegenheitsnutzer können nutzen was Sie möchten, haben aber für die Konvertierung die Möglichkeit, auf Intel oder Nvidia Beschleunigung zurückzugreifen, wenn sie Programme wie die oben genannten einsetzen.

      Die Kombination Hobbynutzer, die viel mit Video „arbeiten“ und AMD Grafikkarte, die sonst nix kann, ist also so exotisch, dass ich als Softwarehersteller auch nicht darauf optimieren würde. Und ich persönlich würde mir auch keine AMD Grafikkarte kaufen, die sonst nix kann ;-)

  12. Seit dem 22.11.2016 unterstützt CloneBD mit Version 1.1.0.0 Intel Quicksync, AMD UVD und Nvidia CUDA Hardwarebeschleunigung.

    Vielleicht könnte dies in dem Artikel mit aufgenommen werden.

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