Espresso per Definition

Was ein Kaffee (genauer gesagt: Filterkaffee) ist, muss man wohl keinem erklären. Heißes, fast kochendes Wasser sickert durch Kaffeepulver und Filterpapier, und unten kommt der normale Kaffee heraus.

Bei den nächsten drei Kaffeespezialitäten gibt es doch viel Halbwissen in der Welt. Deswegen hier eine kurze Auflistung der Definitionen, und worin die Unterschiede bestehen. Für alle, die es interessiert, und für mich, damit ich weiß, wo es steht. :-)

Espresso

Ca. 30ml Wasser werden in etwa 25 Sekunden mit 8-10bar Überdruck und etwa 88-92°C durch 7g Espressomehl gepresst.

Cappuccino

ist ein italienisches Kaffeegetränk, das zu etwa gleichen Teilen aus einem Espresso, heißer Milch und heißem Milchschaum zubereitet wird.
Er wird in der Regel in dickwandigen, vorgewärmten Tassen aus Steingut oder Porzellan serviert und gesüßt getrunken. In Italien nimmt man ihn fast ausschließlich zum Frühstück ein.

Nach italienischer Art entsteht Cappuccino mit einem Espresso von ungefähr 25–30 ml in einer etwa 120–180 ml fassenden Tasse, der zügig mit halbflüssigem cremigem Milchschaum aufgegossen wird, bis die Tasse voll ist. Beim Eingießen des Milchschaums setzt sich die braune Crema des Espressos oberhalb des Schaums ab und gibt dem Cappuccino sein charakteristisches Aussehen.

Beim Aufschäumen sollte die Milch nicht über 70 °C erhitzt werden, weil der Schaum dann eine zu feste Konsistenz bekommen und der Cappuccino eventuell den Geschmack von gekochter Milch annehmen würde. In originaler (italienischer) Zubereitungsart ist der Milchschaum beim Eingießen noch flüssig, frei von erkennbaren Luftbläschen und gleicht in der Konsistenz in etwa der von halb geschlagener Sahne.

So ist auch die Drittel-Regel, dass ein Cappuccino aus ⅓ Espresso, ⅓ Milch und ⅓ Milchschaum bestehen muss, relativ unsinnig, weil Milch und Milchschaum nicht separat eingegossen beziehungsweise „gelöffelt“ werden, sondern, wie oben beschrieben, der Schaum in halbflüssiger Konsistenz komplett eingegossen wird. Unterhalb der weiß-braunen Haube trennen sich die Phasen des Milchschaums dann schon nach kurzer Zeit, so dass bei einem guten Cappuccino letztlich eine Schaumschicht von etwa 1 bis 2 cm bleibt.

Latte macchiato

ist ein Warmgetränk aus Milch und Espresso, das dem Milchkaffee ähnelt, aber in der Regel mehr Milch enthält und aus stärker gerösteten Bohnen zubereitet wird. In Italien wird in der Regel in ein Glas Milch wenig Espresso eingemischt. Inzwischen bekommt man jedoch in stark von Touristen frequentierten Regionen auch die nördlich der Alpen übliche Version mit voneinander getrennten Schichten.

Beim ursprünglichen Latte macchiato wird der Espresso in einen Becher mit erhitzter Milch gegeben. Eine Schichtung war hier nicht vorgesehen. Auch das Verzieren mit Kakaopulver oder Zimt wurde erst im Laufe der Zeit aus optischen Gründen ergänzt. Im deutschsprachigen Raum wird der Latte macchiato üblicherweise in einem hohen, schmalen Glas serviert und besteht aus drei Schichten, die sich nur wenig miteinander vermischen sollten. Die unterste Schicht bildet heiße Milch. Dann folgt eine Schicht bestehend aus einem Espresso. Die oberste Schicht besteht aus Milchschaum. Der heiße Espresso hat eine geringere Dichte als die zwar fettreichere, aber kühlere Milch und bleibt deswegen darüber.

Um eine gute Schichtung zu erhalten, darf der Espresso deshalb nicht kälter als die Milch sein, da sich die Dichteverhältnisse sonst umkehren. Die Abkühlung des Getränks an der Glaswand erzeugt Konvektion, aufgrund derer sich die einzelnen Schichten mit der Zeit vermischen.

Kurzfassung:

  • Espresso = Gemahlenes, gepresstes Espressopulver, das unter hohem Druck aufgebrüht wird
  • Cappucino = Espresso mit Milchschaum (Schichtung ergibt sich mit der Zeit von alleine)
  • Latte Macchiato = Viel Milch mit einem Espresso, aus optischen Gründen geschichtet, in Italien ursprünglich ein Kindergetränk

Schamlos kopiert von Kaffee-Wiki und Wikipedia.

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