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Journalisten von gestern ohne Medienkompetenz

Wir haben nicht nur mit der Chefredaktion gekämpft, sondern auch mit Technikern, mit der Vermarktung und mit den Redakteuren. Letzteren mussten wir erst einmal erklären, warum es viel toller ist, ein Online-statt ein Printredakteur zu sein. (Das ist immer noch der größte Traum eines Journalisten: irgendwann im Print zu arbeiten.) Die können das nämlich genau so wie SEOs, diese Redakteure: “Meine Arbeit ist getan, wenn ich meinen Artikel fertig geschrieben habe. Meine Aufgabe ist nur das Schreiben”. Fick Dich, Du Journalist! Nein. Du bist es, der es leben muss, den Leuten da draußen etwas erklären oder erzählen zu wollen. Da draußen vor den Monitoren, iPads und Smartphones sitzen Deine Leser. Du hast die Chance, der Rockstar des geschriebenen Wortes zu sein! Das ist Deine Bühne. Gib Ihnen etwas von Deiner Seele ab! Agiere mit Ihnen, rede mit Ihnen, sauge Ihr Feedback auf, werde besser und verstehe. Für wen schreibst Du? Was will der? Wie tickt der? Wie funktioniert der? Das ist viel geiler, als ein oller Printler zu sein, der gar nicht weiß was er da tut und im Laufe der Jahre immer egozentrischer wird, bis ihn keiner mehr versteht, weil er die Welt da draußen nämlich nicht mehr versteht.

Ganz toller Aufschrei zum Thema SEO. Bin ich – bis auf die Falschaussage, das Marketing nicht schwer sei – ganz beim Autor. Daher unbedingt hier lesen (und danach vielleicht ein Gespräch mit dem HR-Leiter führen):
SEO – jetzt geht es erst richtig los! – PR – Popularity Reference GmbH.

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Google Hangouts on Air UPDATE: Deutschland darf nicht mitspielen

Ich muss meinen ursprünglichen Beitrag zu Hangout on air zwei Infos ergänzen.

Man kann Hangouts on air nur starten, wenn man Freunde dazu eingeladen hat. Eine klassische One-man-show wie bei qik.com oder justin.tv ist also nicht möglich. Ob das geplant ist wage ich zu bezweifeln, Google+ ist ja ein soziales Netzwerk.

Uns in Deutschland kann das aber egal sein, weil hier Hangout on air gesetzlich verboten ist. Grund dafür ist der Rundfunkstaatsvertrag: Dieser schreibt vor, dass Live (wichtig) Video-und/oder Audiostream, der theoretisch von mehr als 500 Menschen gesehen werden kann, als Rundfunkbeitrag gilt. Dafür brauchts laut dem ziemlich altem Gesetz eine staatliche Lizenz. Und die zu bekommen ist sehr aufwändig. Sehr sehr aufwändig. Von daher gehe ich davon aus, dass die Mehrheit der deutschen Webradios keine hat. Und qik.com nicht in DE funktionieren dürfte. Alles Vermutung; vielleicht beschränken die ja auch die  Zuschauerzahl für Livestreams aus DE auf 499.

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Google Plus Hangouts live in die Welt streamen

Seit heute* kann jeder Google+ User seine Hangouts nicht nur mit den teilnehmenden Personen veranstalten, sondern auch unbegrenzt live öffentlich streamen. Das nennt sich dann Hangout on air. Das Video ist dann für jeden Menschen auf der Google+ Seite, auf der Youtubeseite des sendenden Nutzers und via HTML-Snippet auch überall sonst verfügbar.

* Bei mir fehlt aktuell noch das Häkchen, mit dem man Hang out on Air aktivieren kann.

Ein Video dazu gibt es hier:

Direkte Konkurrenz zu Diensten wie www.justin.tv oder www.qik.com ist das jetzt nicht, weil anscheinend nicht nur das Video des Users, sondern der komplette Hangout – mit den kleinen Videos der Teilnehmer unten – gesendet wird. Wenn das noch geändert wird (bzw. dem Sender als Wahlmöglichkeit zur Verfügung steht) und dann auch die Möglichkeit bestünde, vom Smartphone aus zu streamen, dann wäre das eine interessante Alternative zu oben genannten Anbietern.

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Google Wochenangebote

Ich zitiere hier mal einfach von derhandel.de:

Der Suchmaschinenbetreiber Google hat ein neues Anzeigenangebot für stationäre Händler gestartet: Handelsunternehmen können über „Google Wochenangebote“ ihre wöchentlichen Sonderangebote ähnlich wie bei den Post-Wurfsendungen auf einer interaktiven und personalisierten Website präsentieren, meldet der Suchmaschinenbetreiber. Kunden könnten diese Angebote somit leichter finden. Damit macht Google vor allem der lokalen Prospektplattform kaufDa.de des Springer Verlags Konkurrenz.

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Google+ ist das nächste große Ding

In den letzen 2 Wochen wird ja ziemlich viel schlechtes über Google+ geschrieben. Diesseits und jenseits des Atlantiks.

Gut, wenn das Walstreet Journal schlecht über Google schreibt, ist das ja wurscht. Die sind ja natürliche Feinde, und Objektivität darf man da leider nicht mehr erwarten. Dazu gab es in der Vergangenheit doch zu viele juristische Streitereien.

Interessanterweise wird aber überall schlecht über Google+ geschrieben. Warum? Nicht, weil es schlecht ist. Sondern weil die Enttäuschung zu groß ist.

Vor 8 Monaten etwa ist Google+ gestartet. Und jetzt haben die Nutzer festgestellt: Da geht nix. (Meanwhile on Google+ MEME Symbolbild hier denken)
Also warum noch ein Social Network neben Facebook?

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Schlechtestes Timing bei Mahalo

Okay, das ist jetzt wirklich lustig.

Google hat in den letzten Tagen den Suchalgorhitmus in den USA umgestellt. Vorerst. Die Änderungen sorgen dafür, dass Content-Farmen und Scraper-Sites weiter hinten in den Sucherergebnissen auftauchen als bisher.

Der Hintergrund ist: Content-Farmen sind Sites, die  zu allen und jedem Thema einen – meist sehr kurzen und sehr nutzlosen – Inhalt bieten. Im Prinzip wie die Onlineausgabe einer Axel-Springer Tageszeitung. Aber diese Seiten sind für Suchmaschinen optimiert. Wenn jemand also nach etwas googlet, dann erschienen solche Content-Framen immer ziemlich weit vorne in den Suchergebnissen. In den Suchergebnissen sahen die Seiten auch informativ aus, erst wenn der Surfer draufklickt, merkt er, dass die Seite eigentlich Schrott ist. Das ist den Betreibern egal, Hauptsache Traffic, denn die Seiten sind voll mit Werbeanzeigen. Und ein gewisser Prozentsatz der Millionen Besucher klickt da auch drauf. Oder der Werbetreibende muss sogar für das Einblenden der Anzeige zahlen. Mit diesem Geschäftsmodell verdienen Conten Farmen teilweise 7-stellige Beträge im Monat. Scrapersites sind im Prinzip gleich, nur dass die den Inhalt auch noch aus dem Internet automatisiert klauen.

Der Leidtragende ist der User, der dachte, das zu finden, was er sucht. In zweiter Linie ist dann Google leidtragend, weil mit abnehmender Qualität der Suchergebnisse auch die Suchenden wegbleiben. Was fatal ist.

So, Google hat also an seiner Suchtechnologie rumgebastelt, um den User qualitativ bessere Ergebnisse zu liefern. Das ist diese Tage in den USA gestartet, und funktioniert ziemlich gut, wie überall im Netz zu lesen ist.

Und jetzt zu Mahalo

Der Chef von Mahalo ist meiner Meinung nach ein richtiges Arschloch. Mahalo ist vor wenigen Jahren gestartet. Das Konzept war angeblich, allen Menschen eine bessere Informationsplatform zu bieten als Google. Ein Mittelding aus Wikipedia, WIKI, Zeitung, Suchmaschine, Webverzeichnis und Bewertungsportal. Soweit, so nobel. Damals ist also der Chef von Mahalo von Seokonferenz zu Onlinemarketingkonferenz gezogen und hat als Redner die Suchmaschinenoptimierer und Google für allem Spam und überhaupt alles Schlechte im Web und in der Welt und im Universum verantwortlich gemacht. Der wurde also dafür bezahlt, auf Veranstaltungen die Teilnehmer zu beleidigen.

Die Mahalo Website ist aber –  mangels eigenem Inhalt/Personal/Kreativität – zu einer Kombination aus Scrapersite und Contentfarm geworden. Journalistisch wertloser eigener Inhalt und lauter Zitate von anderen Websites – diese zwar verlinkt, aber ohne den Google PageRank an die Originalsites zu vererben („Nofollow“ Tag). Mahalo war also eine Suchmaschinenspamseite aller erster Güte – schlimmer als der Mahalo Chef es je der SEO-Welt vorgeworfen hat. Durch AdSense Erlöse hat man mit Mahalo Millionen verdient. Monatlich.

Dadurch stand Mahalo in der Kritik. Heftig und international. Also hat man in den vergangenen Monaten im Sinne der Imageaufbesserung an einem Relaunch der Site gearbeitet, was wohl viel Geld und Zeit gekostet hat. Meine Vermutung: Derselbe Scheiß im neuen Design.

Der Relaunch ging online, als Google den neuen Algorhitmus auch online startete, und Mahalo hat gerechterweise massiv an Position in den Suchergebnislisten verloren. Das war lustiges Timing Nummer 1. Die internationale SEO-Gemeinde lacht. :-D

Aufgrund des massiven Ranking- und Trafficverlustes hat der Mahalo-Arsch 10% seiner Mitarbeiter entlassen. USA-mässig fristlos. Und welcher Artikel war an dem Tag auf Seite 1 bei Mahalo? „How to dress for a Job interview“. Lustiges Timing Nummer 2. :-D

 

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Your password is Google

„your password is“ filetype:log – Google-Suche.

Ich kann mich für sowas begeistern. Wirklich.

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Mit Google (nicht öffentliche) Webcams suchen, finden und steuern

Heute bin ich mal wieder auf einen interessanten Google-„Hack“ gestoßen. Offensichtlich benutzt der integrierte Webserver von einem Webcamhersteller (Axis? Robotix?) immer den gleichen URL-Pfad zum Livestream und der Kamerasteuerung. Und wenn man die Webcam dann – vermutlich ungewollt – ungeschützt und für Google sichtbar ins Internet bringt, dann kann man die mit folgender Suchanfrage finden:

http://www.google.com/search?q=inurl:“viewerframe?mode=motion“

Habe gerade ein paar Minuten damit verbracht, die Securitykamera von einem Parkplatz zu schwenken und die Leute zu beobachten.